Freitag, 20. Mai 2016

Jetzt kommt die Mega-Bierfusion

Die europäischen Wettbewerbshüter werden Insidern zufolge die 100 Milliarden Dollar (89,3 Mrd. Euro) schwere Fusion der Bierriesen Anheuser-Busch InBev und SABMiller genehmigen.

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Allerdings werde es Auflagen geben, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

So habe AB InBev zugesagt, die SAB-Marken Peroni, Grolsch und Meantime an den japanischen Konkurrenten Asahi zu verkaufen. Der Weltmarktführer hatte bereits im April angekündigt, das ganze Osteuropageschäfts des Branchenzweiten abzustoßen.

Die EU-Kommission will nach früheren Angaben in den kommenden Tagen über die Freigabe der Fusion entscheiden. Sollte sie eine umfassende Prüfung einleiten, könnte das bis zu drei Monate dauern und den Zusammenschluss verzögern.

Bierkonsum in Afrika steigt

AB InBev will das Vorhaben eigentlich in der zweiten Jahreshälfte abschließen. Bei einem Zusammenschluss der beiden führenden Unternehmen der Branche entstünde ein neuer Brauerei-Riese, der weltweit mehr als jedes dritte Bier herstellt.

AB InBev ist vor allem an den lukrativen SAB-Sparten in Afrika und in Lateinamerika interessiert. Dort steigt der Bierkonsum kräftig an. In Europa geht er dagegen zurück.

apa/dpa

stol