Der Arbeitsausstand sei mehr als ein gewerkschaftliches Druckmittel – er sei ein Weckruf, damit die Bedeutung journalistischer Arbeit endlich wieder den Stellenwert erhält, den eine funktionierende Demokratie zwingend brauche, heißt es von der Gewerkschaft. <BR /><BR />„Nur gezielte Investitionen in professionell produzierte Qualitätsinformationen können die Medienbranche aus ihrer tiefen Krise führen, darauf weist die Journalistengewerkschaft Trentino-Südtirol in einer Aussendung hin. <BR /><BR />Die Botschaft ist klar: “Ohne nachhaltige Stärkung des Qualitätsjournalismus droht der demokratische Diskurs zu erodieren“, heißt es in der Aussendung. Die Gewerkschaft betont, „dass journalistische Arbeit - ebenso wie andere akademische Berufe etwa in der Medizin, der Anwaltschaft oder im Notariat nicht herabgestuft werden, wie es letzthin immer wieder geschehen sei“. <BR /><BR />„Sorgfältige Recherche, fachliche Expertise, rechtliche Verantwortung und ethische Garantien sind kein Nebenprodukt, sondern die Grundlage glaubwürdiger Information. Ein Blick auf die strukturellen Hintergründe zeigt, wie tief die Probleme reichen. Eines jedoch steht fest: Die strukturellen Probleme lassen sich nicht lösen, indem man den bestehenden Tarifvertrag demontiert.“<BR /><BR />Was es stattdessen brauche, sei ein ernsthafter Dreiparteienpakt zwischen Journalisten, Verlegern und Regierung. „Nur ein solcher Schulterschluss kann der Branche helfen, wieder Tritt zu fassen und langfristig stabile Rahmenbedingungen zu schaffen. Statt im Jammern über Marktveränderungen zu versinken, braucht es eine ehrliche Analyse der Versäumnisse und mutige Reformen, die den Journalismus stärken, nicht schwächen“, heißt es von der Gewerkschaft.