Freitag, 11. Dezember 2015

Jubelstimmung und eine Milliarde Euro bei Südtirols Exportfirmen

Rekord beim Export, Arbeitslosigkeit auf Tiefstand: Der Unternehmerverband Südtirol und seine Mitgliedsbetriebe jubilieren. Im vierten aufeinanderfolgenden Trimester liegt der Wert der exportierten Waren über einer Milliarde Euro.

Zufrieden ist der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Stefan Pan.
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Zufrieden ist der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Stefan Pan. - Foto: © D

In den ersten neun Monaten des Jahres ist der Export im Vergleich zu 2014 um 7,6 Prozent gestiegen.

Dazu kommt auch eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt: die Arbeitslosigkeit ist auf 2,8 Prozent gesunken, dem niedrigsten Wert seit 2011; im September des Vorjahres lag sie noch bei über vier Prozent.

Südtirols Produkte sind auf der ganzen Welt vertreten

„Diese Daten zeigen klar und deutlich den engen Zusammenhang zwischen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe und ihrer Fähigkeit, Arbeitsplätze zu schaffen. Auch der positive Effekt von Maßnahmen wie dem „jobs act“ und der Reduzierung der Steuerlast auf Arbeit ist augenscheinlich“, unterstreicht der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Stefan Pan. 

Die heute vom italienischen Statistikinstitut ISTAT veröffentlichten Daten würden zeigen, wie wichtig Mobilität und Erreichbarkeit sind.

„Im letzten Jahr haben unsere Betriebe ihre Produkte in 170 verschiedene Länder exportiert. Das heißt, dass wir praktisch in der ganzen Welt vertreten sind. Es ist daher unerlässlich, dass man rasch und unkompliziert von einem Ort zum anderen kommt. Dies gilt sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer exportierenden Unternehmen, die immer mehr im Ausland unterwegs sind, als auch für unsere Kunden“, so Pan.

Für eine höhere Exportquote
Abschließend erinnert der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol daran, dass das Internationalisierungs-Potential der heimischen Betriebe noch besser genutzt werden kann: „Wir exportieren ca. 20 Prozent unseres BIP. In Regionen wie Tirol, dem Veneto oder der Lombardei liegt die Exportquote weit über 30 Prozent. Auf dieses Ziel müssen wir setzen, wenn wir die derzeitige Beschäftigung halten bzw. verbessern möchten, denn mehr als 90 Prozent des weltweiten Wachstums konzentriert sich mittlerweile auf nichteuropäische Länder".

Es handle sich dabei um eine große Herausforderung für die Betriebe, aber auch für die Politik, die der heimischen Wirtschaft ein Umfeld bieten müsse, das mit unseren größten internationalen Konkurrenten mithalten kann.stol

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