Samstag, 02. Juni 2018

Juncker fürchtet keine neue Euro-Krise

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fürchtet trotz der neuen Euro-kritischen Regierung in Italien keine Rückkehr der Euro-Krise. „Nein. Die Reaktionen der Finanzmärkte sind irrational“, sagte Juncker auf eine entsprechende Frage in einem Interview mit den Zeitungen des „RedaktionsNetzwerks Deutschland“.

Die EU-Kommission setzt Vertrauen in die neue Regierung Italiens.
Die EU-Kommission setzt Vertrauen in die neue Regierung Italiens. - Foto: © shutterstock

Juncker fürchtet keine Rückkehr der Euro-Krise„Die Reaktionen der Finanzmärkte sind irrational“
Nicht aus jedem Ausschlag an der Börse seien politische Schlussfolgerungen zu ziehen. „Die Investoren haben sich zu oft getäuscht.“

In Italien wurde am Freitag die neue Regierung vereidigt. Erstmals bestimmt ein Kabinett aus dem Euro-kritischen Movimento 5 Stelle und der Lega die Geschicke der drittgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone. Anleger reagierten erleichtert darauf, dass die Hängepartie in dem hoch verschuldeten Land beendet ist.

Die Kommission werde mit jeder gewählten Regierung zusammenarbeiten, sagte Juncker. „Ich bin sicher: Die Italiener haben ein feines Gespür für das Wohlergehen ihres Landes. Sie werden es richten.“

apa/reuters

stol