Freitag, 5. August 2022

Jungbauern der Euregio gemeinsam für die Zukunft

Jungbauern aus Südtirol, Trient und dem Bundesland Tirol trafen sich am 3. August in Kurtatsch, um über ein gemeinsames, länderübergreifendes Problem zu sprechen: Das Großraubwild

Die Jungbauern aus dem Alpenraum sind in Südtirol zusammengekommen (v.l.): Notburga Heim, Anna Schenk, Alessio Chistè, Alessandro Stimpfl, Bettina Hechenberger, Dominik Traxl, Raffael Peer, Luca Marconcini, Angelika Springeth. - Foto: © sbj

Die Debatte um das Großraubwild ist längst schon nicht mehr nur ein bäuerliches Thema, sondern beschäftigt inzwischen die breite Bevölkerung. Die Ausbreitung von Wolf, Bär und Luchs im Alpenraum nimmt eine immer größer werdende Gefahr für die Berglandwirtschaft an. Inzwischen ist es so weit gekommen, dass einige Almen nicht mehr bewirtschaftet werden und immer mehr Tiere in den heißen Sommermonaten im Tal bleiben müssen.

Noch schlimmer ist die Tatsache, dass immer mehr Bauern ihre Stalltüren für immer geschlossen haben. Die Medien in Südtirol und Tirol berichten tagtäglich über die vielen Wolfsrisse, die zurzeit stattfinden. Die Schlagzahl erhöht sich dabei rasant: zum einen fallen immer mehr Schafe und Ziegen den Raubtieren zum Opfer und zum anderen sind zunehmend auch Übergriffe auf Rinder und Pferde zu verzeichnen. In der Provinz Trient wird die Gesellschaft und die Landwirtschaft vor allem durch die hohe Anzahl an Bären geplagt, die dort anzutreffen sind.

Gemeinsamer Managementplan für den gesamten Alpenraum

Die Jungbauern aus Südtirol, Trient und Tirol sind sich einig: Großraubwild kennt keine Grenzen, deshalb dürfen die Gesetze dies auch nicht. Der gesamte Alpenraum muss zusammenstehen und gemeinsam handeln.
„In Österreich gibt es bereits Problemwölfe, die zum Abschuss freigegeben wurden, aber was passiert, wenn diese die Grenze überschreiten? In Italien sind es zwar immer noch Problemwölfe, dürfen aber nicht entnommen werden“, erklärte Bettina Hechenberger, Landesleiterin der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend, die sich vehement für ein grenzübergreifendes Wolfsmonitoring und -management einsetzt.

Die Jungbauern fordern eine Erfassung der genauen Anzahl an Wölfen im Alpenraum, die in einer gemeinsamen Datenbank gespeichert werden, denn das Problem besteht grenzüberschreitend. Dabei soll vor allem die Transparenz bei der Meldung der Anzahl an Wölfen eine große Rolle spielen, denn es könnte sich herausstellen, dass die Population inzwischen zu hoch geworden ist und der Wolf schon gar keine bedrohte Tierart mehr ist.

stol

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