Mittwoch, 21. September 2016

Junghandwerker: „Ehrenamt ist nicht selbstverständlich“

Die Wertschätzung und die Bedeutung des Ehrenamts standen im Mittelpunkt des Bundeskongresses der Handwerksjunioren in Berlin, bei dem eine kleine Delegation von Südtiroler Junghandwerkern vor kurzem zu Gast war.

Eine Delegation der Südtiroler Junghandwerker nahm am Bundeskongress der Handwerksjunioren  in Berlin teil. - Foto: LVH
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Eine Delegation der Südtiroler Junghandwerker nahm am Bundeskongress der Handwerksjunioren in Berlin teil. - Foto: LVH

Die zahlreichen beruflichen und familiären Verpflichtungen mit den ehrenamtlichen Tätigkeiten unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach, geschweige denn selbstverständlich. „Und dennoch ist es wichtig, dass junge Menschen die Möglichkeit der Mitgestaltung nutzen und eine Wahl treffen“, so die Vorsitzende der Junghandwerker im lvh, Jasmin Fischnaller in einer Presseaussendugn am Mittwoch.
 
 Kooperationen sind notwendig

Auch beim Bundeskongress in Berlin wurde klar, dass ehrenamtliche Tätigkeiten inmitten der beruflichen und privaten Hektik fast keinen Platz mehr finden. „Doch gerade in Zeiten solch schneller Entwicklungen ist es notwendig, wichtigen Themen eine Stimme zu geben. Die einzelnen Wirtschaftsplayer müssen wieder verstärkt zusammenarbeiten“, betonte etwa der Präsident der Handwerkskammer Berlin Stephan Schwarz. Eine enge Kooperation sei besonders im vielseitigen Handwerk notwendig, zeigt sich auch die Vorsitzende der Junghandwerker im lvh Jasmin Fischnaller überzeugt: „Nur wenn wir die Chance der Mitgestaltung nutzen, können wir die Interessen unserer Branche vorantreiben und wertvolle Ergebnisse erzielen.“

Digitalisierung als Kernkompetenz

Dies gelte insbesondere auch für das Thema Digitalisierung. „Wenn wir einer perspektivvollen und erfolgreichen Zukunft entgegenblicken wollen, muss dieses Thema zu einer Kernkompetenz des Handwerks werden. Wir Junge bilden die Schnittstelle zwischen Tradition und Innovation und können in diesem Bereich bedeutende Weichen für die Zukunft stellen“, so Fischnaller in einer Aussendung am Mittwoch. Allerdings müssten junge Menschen noch stärker gefördert und für neue Entwicklungsmöglichkeiten motiviert werden. 

stol

stol