Dienstag, 14. Juni 2016

Junghandwerker lernen von den Besten

Die Besichtigung von verschiedensten Produktionsstätten war das Ziel einer Lehrfahrt der Junghandwerker im lvh nach Modena. Beeindruckende Einblicke erhielten die Teilnehmer in die präzise Fertigung eines Sportwagens, die traditionelle Produktion von Balsamicoessig sowie in eine besondere Stoffherstellung.

Südtirols Jungunternehmer bei Pagani
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Südtirols Jungunternehmer bei Pagani

Pagani gehört zu den teuersten Sportwagen weltweit und lässt nicht nur Männerherzen höher schlagen. Südtirols Junghandwerker durften das Werk in Modena besuchen und den dort tätigen Spezialisten über die Schulter schauen. Konkret besichtigt wurde die Produktionsstätte des Unternehmens, wo die sorgfältige Ausarbeitung der einzelnen Fahrzeugteile erfolgt und die für großen Eindruck unter den Jungunternehmern sorgte. „Natürlich mussten vorab alle mobilen Kameras versiegelt werden, denn was sich hinter diesen Kulissen abspielt, ist absolut geheim. “, erzählt die Junghandwerkerchefin Jasmin Fischnaller.

Für ebenso große Begeisterung sorgte der Besuch der Produktionsstätte des Aceto Balsamico Tradizionale, der aus eingekochtem Taubenmost besteht und weder Konservierungs- noch Farbstoffe enthält. Von dem raren und streng überwachten Essig werden jährlich nur rund 100.000 Fläschchen à 100 Milliliter hergestellt.

Nach einer mit Balsamicoessig verfeinerten Verköstigung brachen die Junghandwerker zum Ferrari-Museum auf, wo nicht nur die schnellen Renner im Mittelpunkt standen, sondern auch ihr Schöpfer, Enzo Ferrari und seine Werke.

Ferrari-Museum besichtigt 

Wer von Autos immer noch nicht genug hatte, konnte am nächsten Tag im Ferrari Museum in Maranello selbst einen Ferrari oder Lamborghini ausprobieren. „Das Gefühl, einen echten Ferrari zu lenken, war mega!“, bestätigte Margit Schwärzer, eine junge Schlosserin und Mitglied des Landesausschusses der Junghandwerker im lvh.

Abschluss der zweitätigen Lehrfahrt bildete die Besichtigung von Staff Jersey, einem Stoffproduzent und Hersteller von Sportbekleidung in Carpi, die zu den wichtigsten Textilgegenden Europas zählt. Seit ihrer Gründung war es die Mission der Firma, sich mit einem Angebot von hochwertigen Stoffen im textilen Bekleidungsmarkt zu präsentieren.

Wertvolle Eindrücke 

Der Firmeninhaber zeigte den Junghandwerkern die zahlreichen Anforderungen auf, denen er sich tagtäglich stellen muss: einerseits sei dies die professionelle, aber auch flexible Handhabung der Stoffproduktion, welche der Dynamik der Modewelt unterworfen ist, andererseits benötige es aber ebenso viel Innovation und Kreativität beim Kreieren der einzelnen Kollektionen.

„Bei der Lehrfahrt konnten die Junghandwerker wertvolle Eindrücke gewinnen und auch untereinander Erfahrungen austauschen und Kontakte knüpfen“, so das Fazit von Jasmin Fischnaller. Begleitet wurde die Gruppe von Junghandwerkern aus Reggio Emilia und deren Vorsitzenden, Damiano Pietri.

stol