Montag, 01. Februar 2021

Jungunternehmer rufen auf: „Helfen wir uns gegenseitig aus der Krise“

Die Gruppe der Jungunternehmer im Unternehmerverband richtet in einer Aussendung einen Aufruf an die Gesellschaft: „Wir bitten die Südtiroler Bevölkerung um ihren größtmöglichen Einsatz und Unterstützung.“

Präsidentin der Gruppe der Jungunternehmer im Unternehmerverband Manuela Bertagnolli
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Präsidentin der Gruppe der Jungunternehmer im Unternehmerverband Manuela Bertagnolli - Foto: © Unternehmerverband/Damian Pertoll
„Südtirol als eine der wenigen dunkelroten Zonen in Europa ist ein Tatbestand, den wir nicht zulassen dürfen. Wir schaden unserer Zukunft, denn damit werden nicht nur unsere persönlichen Freiheiten zusätzlich eingeschränkt und unsere Wirtschaft negativ beeinflusst, sondern das Image unseres Landes in der Welt getrübt. Aus diesem Grund bitten wir Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer die Südtiroler Bevölkerung um ihren größtmöglichen Einsatz und Unterstützung: nur wenn wir alle gemeinsam Verantwortung zeigen – jene, die die Regeln erstellen, jene, die sie einhalten und jene, die sie kontrollieren müssen – werden wir diese Krise bewältigen können.“

Wie die Präsidentin Manuela Bertagnolli unterstreicht, pflegten die Jungunternehmer in den vergangenen Monaten einen sehr intensiven Austausch.

„So diskutierten wir über die Folgen dieser Krise für unsere Unternehmen, unsere Familien und uns selbst. Um diese zu bewältigen, müssen wir alle Verantwortung übernehmen. Dies gilt für jeden Einzelnen von uns. Wir müssen die allgemeinen Sicherheitsregeln einhalten: Mundschutz, Abstand, Beachtung der Sicherheitsprotokolle. In unseren Unternehmen haben wir gesehen, dass dies möglich ist. Es ist für uns alle schwierig, doch in diesem Moment ist es die einzige Chance, damit wir eine Perspektive haben, um konkret und möglichst rasch aus dieser Situation zu kommen“, so die Präsidentin der Gruppe der Jungunternehmer im Unternehmerverband Bertagnolli.

„Verantwortung verlangen wir auch von den politischen Entscheidungsträgern. Europa stellt uns enorme finanzielle Mitteln zur Verfügung. Diese sind eine einzigartige Möglichkeit, die wir gezielt und effizient nutzen müssen. Wir, unsere Kinder und Enkel werden nämlich die Schulden zurückzahlen müssen, die wir heute aufnehmen werden.“ Es sei unerlässlich jenen zu helfen, die in Schwierigkeiten sind, aber ebenso wichtig sei es, in die Zukunft zu investieren und die Voraussetzungen zu schaffen, damit – sobald der derzeitige sanitäre Notstand durch die Impfungen überwunden sei – die Unternehmen neu starten und wieder Mehrwert, Arbeitsplätze und Investitionen im Land schaffen können, meint Bertagnolli weiter.

Verantwortung bedinge aber auch den gegenseitigen Respekt – vor den Regeln und zwischen den Menschen. „Unsere Beziehungen untereinander müssen von Respekt geprägt sein – angefangen bei der Sprache, die wir verwenden. Und es braucht den notwendigen Respekt auch vor Entscheidungen, die unser aller Leben beeinflussen: Klarheit, Transparenz und Kohärenz sind unerlässlich.“

„Verdienst jener anerkennen, die Außergewöhnliches geleistet haben“

Verantwortung übernehmen heiße auch, sich an die Vereinbarungen zu halten. So wie es richtig sei, dass Europa die Stimme erhebe, um von den Pharmaunternehmen die Einhaltung der getroffenen Vereinbarungen und die Lieferung der den einzelnen Ländern versprochenen Impfdosen einzufordern, müssten die Institutionen rasch und unbürokratisch die versprochenen Hilfen für Familien, Arbeitnehmer und Unternehmen zur Verfügung stellen, heißt es in der Aussendung.

„Verantwortung übernehmen heißt nicht zuletzt, den Verdienst jener anzuerkennen, die in diesen Monaten Außergewöhnliches geleistet haben. Unter den vielen Kategorien dürfen wir die arbeitenden Mütter nicht vergessen. Ihr Einsatz verdient konkrete Anerkennung in Form von Investitionen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Auch die Beachtung der allgemeinen Sicherheitsregeln sei eine Anerkennung für ihren Einsatz, denn diese erlaube es, dass Kindertagesstätten, Kindergärten, Schulen und Universität in Präsenz stattfinden können. „Dies schulden wir auch unseren Jugendlichen: sie haben ein Recht auf gute Ausbildung. Wir wollen alle so rasch als möglich diese Krise hinter uns lassen, das wird uns aber nur gemeinsam gelingen“, so die Präsidentin abschließend.

stol

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