Freitag, 31. Januar 2020

Käseexporte sind 2019 gestiegen

Die Exporte von Schweizer Käse haben im vergangenen Jahr sowohl mengen- als auch wertmäßig zugenommen. Da die Importe gleichzeitig etwas weniger stark stiegen, schloss die Handelsbilanz mit 233,5 Millionen Franken (218,4 Millionen Euro) um 5,7 Prozent höher ab als im Vorjahr.

Deutschland ist der wichtigste Abnehmer für Schweizer Käse, vor Italien und Frankreich.
Deutschland ist der wichtigste Abnehmer für Schweizer Käse, vor Italien und Frankreich. - Foto: © shutterstock

Insgesamt wurden 75.877 Tonnen Schweizer Käse im Wert von 667,6 Millionen Franken ins Ausland geliefert, wie die TSM Treuhand GmbH am Freitag mitteilte. Dies bedeutet mengenmäßig eine Zunahme um 4,5 Prozent und wertmäßig einen Zuwachs um 3,0 Prozent.

Im gleichen Zeitraum nahmen die Importe von Käse um 2,8 Prozent auf 64.129 Tonnen zu. Wertmäßig stiegen die Einfuhren um 1,6 Prozent auf 434,1 Millionen Franken.

Rund 45 Prozent der Schweizer Milch wird zu über 700 verschiedenen Schweizer Käsespezialitäten verarbeitet, wie es weiter heißt. Davon werden ungefähr 40 Prozent weltweit in über 70 Länder exportiert. Der Hauptabsatzmarkt für Schweizer Käse ist Europa und etwa die Hälfte der Gesamtmenge, welche in die EU exportiert wird, geht nach Deutschland. Weitere bedeutende Abnehmer von Schweizer Käse sind Italien und Frankreich.

Die Exporte in Länder außerhalb Europas gingen dagegen um 3,2 Prozent auf 14.053 Tonnen zurück. Globale Unsicherheiten, ausgelöst durch Handelsstreitigkeiten, hätten diese Märkte etwas abgeschwächt, heißt es.

Am meisten exportiert wird Schweizer Hartkäse mit über 34.500 Tonnen, gefolgt von Halbhartkäse mit 20.700 Tonnen. Bei den Einfuhren entfällt der größte Teil mit fast 25.500 Tonnen auf Frischkäse, Mozzarella und Topfen. Je gut 11.000 Tonnen der Importe betrafen Halbhartkäse und Weichkäse.

apa/sda