Mittwoch, 25. September 2019

Kampf gegen das Bargeld

In Italien zahlen die meisten Konsumenten immer noch lieber bar als mit Bankomat- oder Kreditkarte. Geht es nach der italienischen Regierung, soll sich das bald ändern.

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Foto: © shutterstock

Nach Erhebungen des italienischen Finanzministeriums werden heute noch 86 Prozent der Transaktionen in bar abgewickelt, während die Verwendung von Bankomat- und Kreditkarten eher bescheiden ist, wie der aktuelle „WIKU“ schreibt. Jährlich werden pro Kopf nur knapp 68 elektronische Zahlungen durchgeführt, wobei in Süditalien jährlich je Einwohner weniger als 40 Zahlungen erfolgen.

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In den vergangenen Wochen hat das Finanzministerium verschiedene Maßnahmen in Aussicht gestellt, wie man die Verwendung von Bargeld eindämmen könnte. Sie zielen unter anderem darauf ab, die Verwendung von Bankomat-Karten und Zahlungen über Smartphones und andere elektronische Geräte zu fördern. So soll bei kleinen Beträge bis zu 5 Euro die Bankprovisionen völlig entfallen und für Zahlungen bis zu 25 Euro deutlich reduziert werden, wie der „WIKU“ berichtet.

Der Plan, die Konsumenten zum elektronischen Zahlen zu bewegen, ist nicht neu. Immer wieder haben die diversen italienischen Regierungen  in Vergangenheit versucht, die Bargeldzahlungen einzuschränken, ohne gleichzeitig die Wähler allzu sehr zu verärgern. Das Ergebnis: Heute hat Italien über ein Dutzend Grenzen und Regeln für Bargeldzahlungen. So darf beispielsweise alles, was über 3000 Euro kostet, nicht bar bezahlt werden, und Arbeitnehmer dürfen seit 1. Juli 2018 nicht mehr bar entlohnt werden.

Was die Regierung vorhat und wie die aktuellen Limits und Vorgaben für Barzahlungen im Detail aussehen, lesen Sie im aktuellen „WIKU“, Beilage in der Mittwochausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol