Um der illegalen Müllentsorgung Herr zu werden, habe die Regierung in Rom quasi über Nacht das Abfallüberwachungssystem Sistri eingeführt. "Sistri sah unter anderem eine 'Black box', die elektronische Meldung vor jedem Mülltransport, satellitenüberwachte Mülltransporte und weitere bürokratische sowie kostspielige Auflagen vor", so der Bauernbund. Zudem war Sistri für große Industriebetriebe genauso wie für kleine Familienbetriebe gedacht. Wer gegen die Regelung verstößt, muss mit saftigen Geldstrafen rechnen. „Der zähe Kampf gegen Sistri hat sich nun ausgezahlt. Betriebe, die weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigen, sind von der Eintragung und Anwendung der Sistri-Bestimmungen befreit. Das gilt für Landwirtschaftsbetriebe genauso wie für Industrie-, Handwerks- und Handelsbetriebe“, betont Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler. Unabhängig von der Anzahl der abhängig Beschäftigten seien in jedem Fall jene landwirtschaftlichen Betriebe von Sistri befreit, die Abfälle bestimmter Kategorien im Rahmen eines sogenannten 'circuito organizzato di raccolta' entsorgten. "Eine 'organisierte Abfallsammlung' muss in Südtirol zwar noch auf die Beine gestellt werden, dürfte aber nicht weiter schwierig sein", ist der Südtiroler Bauernbund überzeugt.