Die Brüsseler Behörde prüft, ob mit dem Vorgang „Hilfen für gewisse Banken“ verbunden sind. Wie ein Sprecher der Kommission am Freitag zudem mitteilte, wurden Informationen aus Rom angefordert. Die Kommission habe sich aber vorab noch kein Urteil gebildet.Per Dekret hat die Regierung Beteiligungen an der Bank von Italien gedeckelt. Parallel wurde das Aktienkapital der Notenbank neu bewertet: Es stieg mit einem Schlag auf 7,5 Milliarden Euro von zuvor 156.000 Euro. Da sich einige Banken von Anteilen trennen müssen, machen sie automatisch Kasse.Die Operation dürfte vor allem den größten Anteilseignern Intesa Sanpaolo und Unicredit einen Geldsegen beschert haben: Experten schätzen ihn für beide zusammen auf insgesamt bis zu 3,5 Milliarden Euro. Mit dem satten Gewinn könnten sie ihre Kapitaldecke stärken. Nach Angaben des italienischen Notenbankchefs Ignazio Visco wird die Reform jedoch erst 2015 und damit nach Ende des angelaufenen EZB-Bilanzchecks dazu führen, dass die Banken ihre Kernkapitaldecke aufpolstern können. Das Aktienkapital der Banca d'Italia war 1936 festgelegt und seither nicht neu bewertet worden. Per Dekret wurde die Reform Ende November auf den Weg gebracht und im Januar ins Gesetzbuch aufgenommen.apa/reuters