Dienstag, 10. April 2018

Karerseestraße: Sicherer und umweltfreundlicher

Der Verlauf der Karerseestraße wird verändert, um das UNESCO-Weltnaturerbe aufzuwerten und die Sicherheit der Straße zu garantieren. Am Dienstag hat sich Landesregierung für die Straßenverlegung ausgesprochen und den technischen Eigenschaften zugestimmt.

Der Karersee mit Rosengarten und Latemar im Hintergrund gilt als einer der schönsten Bergseen der Dolomiten. - Foto: lpa/Angelika Schrott
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Der Karersee mit Rosengarten und Latemar im Hintergrund gilt als einer der schönsten Bergseen der Dolomiten. - Foto: lpa/Angelika Schrott

Landeshauptmann Arno Kompatscher kündigte bei der Regierungssitzung am Dienstag an, dass es von nun an möglich sei, den Anblick des Sees ohne Motorenlärm zu genießen.

„Der Verkehr wird damit weg vom See und hin zum Besucherzentrum gelotst, der Karersee an der Grenze zum UNESCO-Weltnaturerbe-Gebiet Dolomiten besser geschützt und aufgewertet", betonte der Landeshauptmann.

Dieses Jahr: Prüfungen durch UNESCO-Fachleute

In diesem Jahr werden UNESCO-Fachleute überprüfen, ob im Weltnaturerbe-Gebiet Nachhaltigkeitsmaßnahmen umgesetzt wurden. In diesem Zusammenhang ist die Verlegung der Straße als landschaftliche und ökologische Aufwertung des Karersees und dessen Umgebung zu sehen, sagt Kompatscher. Der Karersee gelte als Juwel der Dolomiten und ziehe jährlich rund 600.000 Besucher an, so der Landeshauptmann.

Die derzeitige Staatsstraße soll von Bozen kommend etwa 100 Meter vor dem See abgefangen und hinter dem Felsknopf zum bereits bestehenden Parkplatz und dann östlich durch einen 100 Meter langen Tunnel am Besucherzentrum vorbei bis zur Kehre nach dem See verlaufen, die derzeit saniert wird.

Mobilität insgesamt verbessert

„Die gesamte Mobilitätssituation rund um den Karersee wird optimiert, die Anbindungen der Straße an Parkplatz und Besucherzentrum werden verbessert. Es gibt zudem eine neue Bushaltestelle mit Verbindungen für Fußgänger zu diesen beiden Strukturen", betont Mobilitätslandesrat Florian Mussner.

Foto: lpa 

Die Lösung und der Kostenpunkt

Dazu wird der Kreisverkehr etwas erhöht und schließt mit jeweils einer Rampe an den Parkplatz und an das Besucherzentrum angeschlossen, das somit auch für Zulieferer und Rettungsfahrzeuge leichter erreichbar ist. Der neue Straßenabschnitt wird über 2 Fahrspuren mit je 3 Metern Breite und jeweils 50 Zentimeter breite Randstreifen verfügen.

In die Verkehrslösung investiert das Land rund 9,7 Millionen Euro.

stol

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