Donnerstag, 16. Juli 2015

Karstadt plant Stellenabbau bei Perfetto

Der angeschlagene Karstadt-Konzern, der im Sommer 2014 von der Signa Holding des Nordtiroler Investors René Benko übernommen worden war, plant jetzt auch einen Personalabbau bei seiner Feinkost-Tochter Perfetto, die Lebensmittelabteilungen in 43 Warenhäusern betreibt.

Foto: © APA/DPA

Wie viele der rund 2.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen, stehe laut der Deutschen Presse-Agentur aber noch nicht fest.

Schließungen von ganzen Lebensmittelabteilungen sollen im Rahmen des Konzeptes nicht geplant sein. Von Karstadt selbst war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Das „Handelsblatt“ (Donnerstag) hatte zuvor von den Streichungsplänen berichtet. Es zitierte aus einem Brief des Managements an die Mitarbeiter, in dem die Konzernleitung Perfetto als einen erheblichen Sanierungsfall beschreibe. Das Tochterunternehmen sei „anhaltend defizitär“, das bisherige Geschäftsmodell mit seiner starken Fokussierung auf den Luxusbereich gescheitert.

„Perfetto kommt deshalb nicht um einen Personalabbau herum“, zitierte das Blatt aus dem Brief. Demnach will Karstadt bei Perfetto außerdem eine „Tarifpause“ einlegen, also vorübergehend aus dem Tarifvertrag aussteigen, und die Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld einstellen.

Perfetto ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Karstadt und Rewe. Doch hält Rewe lediglich eine Beteiligung von 25,1 Prozent.

apa/dpa

stol