Sonntag, 27. August 2017

Kaufhof weist Berichte über Probleme mit Banken zurück

Ein von der Landesbank LBBW geführtes Konsortium hatte eine Transaktion zur Übernahme von Warenhaus-Immobilien finanziert.

Eine Fusion mit Rene Benkos Karstadt-Gruppe schließt der Chef von Kaufhof, Wolfgang Link, weiterhin aus.
Eine Fusion mit Rene Benkos Karstadt-Gruppe schließt der Chef von Kaufhof, Wolfgang Link, weiterhin aus. - Foto: © shutterstock

Der neue Kaufhof-Chef Wolfgang Link ist Berichten entgegengetreten, nach denen der Mutterkonzern HBC Probleme mit einem Bankenkonsortium hat. Die Nordamerikaner erfüllten die mit einem Kreditvertrag des Konsortiums verknüpften Bedingungen, sagte Link der „Welt am Sonntag“. Dies hätten auch die Banken bestätigt. Das von der Landesbank LBBW geführte Konsortium hatte eine Transaktion zur Übernahme von Warenhaus-Immobilien finanziert.

Umsatzrückgang trotz Übernahme

HBC hatte die Warenhauskette 2015 vom Handelsriesen Metro gekauft und dabei den österreichischen Immobilien-Investor und Karstadt-Eigner Rene Benko ausgestochen. Doch bei Kaufhof läuft längst nicht alles rund. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft verzeichnete die Warenhauskette etwa einen Umsatzrückgang. Dazu kamen Verluste.

Quartalszahlen am 5. September erwartet

Erst in den vergangenen Wochen hatten Insider gesagt, der Kreditversicherer Euler Hermes habe Garantiezusagen für Lieferungen an die Warenhauskette gekürzt. Voraussichtlich am 5. September wird HBC Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen. Sie könnten auch Aufschluss über die weitere Entwicklung bei Kaufhof geben.

Fusion mit Benkos Karstadt-Gruppe ausgeschlossen

Mit Blick auf Euler Hermes und die gekürzten Garantien sagte der neue Kaufhof-Chef, die Kette habe keine Probleme bei der Beschaffung ihrer Waren. „Es ist kein einziger Lieferant abgesprungen“, sagte Link. „Wir zahlen wie immer hundert Prozent unserer Rechnungen pünktlich.“

Eine Fusion mit der Karstadt-Gruppe des österreichischen Investors Benko lehnte Link entschieden ab. Eine Deutsche Warenhaus AG aus Karstadt und Kaufhof werde „nicht benötigt“. Der ehemalige Toys'R'Us-Manager Link war im April Chef bei HBC Europe und damit bei Kaufhof geworden.

apa/Reuters

stol