Freitag, 16. Februar 2018

Keine Lösung der Alitalia-Krise vor Parlamentswahlen in Italien

In der Krise der insolventen Airline Alitalia wird es vor den italienischen Parlamentswahlen keine Lösung geben. Verhandlungen mit potenziellen Interessenten sind im Laufen. „Die Sonderverwalter haben mir bestätigt, dass sie nicht glauben, vor dem 4. März abschließen zu können“, sagte der Minister für Wirtschaftliche Entwicklung, Carlo Calenda, am Freitag laut Nachrichtenagentur Ansa.

In der Krise der insolventen Airline Alitalia wird es vor den italienischen Parlamentswahlen keine Lösung geben.
In der Krise der insolventen Airline Alitalia wird es vor den italienischen Parlamentswahlen keine Lösung geben. - Foto: © LaPresse

Alitalia steckt seit Jahren in der Krise und hatte im vergangenen Frühjahr Insolvenz angemeldet. Derzeit fliegt sie mit einem Brückenkredit der italienischen Regierung. An Teilen der einstigen Staatslinie haben die AUA-Mutter Lufthansa und der Billigflieger Easyjet Interesse angemeldet.

Medien berichten auch, dass der Investitionsfonds und BAWAG-Großaktionär Cerberus sowie Air France KLM ein Auge auf die Airline geworfen haben.

Zuletzt hatte sich die Regierung in Rom unzufrieden mit dem Angebot der Lufthansa gezeigt und mehrfach betont, dass die Fluggesellschaft verkauft, nicht verscherbelt werden solle. Lufthansa ist nur an einer „neuen Alitalia“, also an einer bereits umstrukturierten Gesellschaft interessiert.

apa/dpa

stol