Freitag, 02. August 2019

Keine Mehrheit für Kandidaten im EU-Rennen um IWF-Spitze

Keine Entscheidung hat es Freitagabend über den EU-Kandidaten für den Chefposten beim Internationalen Währungsfonds IWF gegeben. Laut Reuters erzielte weder Ex-Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem noch die bulgarische Weltbank-Geschäftsführerin Kristalina Georgiewa die notwendige Mehrheit der europäischen Finanzminister.

Georgiewa soll der Französin Christine Lagarde folgen Foto: APA (dpa/Archiv)
Georgiewa soll der Französin Christine Lagarde folgen Foto: APA (dpa/Archiv)

Dijsselbloem und Georgiewa waren aus ursprünglich 5 Kandidaten übrig geblieben. Der finnische Zentralbankchef Olli Rehn hatte zuvor abgesagt. Ausgestiegen waren auch der portugiesische Eurogruppen-Chef Mario Centeno und die spanische Wirtschaftsministerin Nadia Calvino.

Am Abend hatte es eine Telefonkonferenz der europäischen Finanzminister gegeben, um über den Ausgang der Abstimmung zwischen den beiden verbliebenen Kandidaten zu beraten. Frankreich war beauftragt worden, die Kandidatenkür zu leiten.

Es geht um die Nachfolge der Französin Christine Lagarde, die an die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) wechseln soll. Die Führung des Weltwährungsfonds mit Sitz in Washington ist traditionell in europäischer Hand.

Der IWF wurde gemeinsam mit der Weltbank zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gegründet. Er soll als weltweites Gremium darüber wachen, dass keine großen Währungsturbulenzen entstehen und zu politischen Unwägbarkeiten führen. Unter anderem vergibt er Kredite an überschuldete und in Zahlungsschwierigkeiten geratene Staaten. 189 Mitgliedstaaten gehören der Organisation an.

apa/dpa/ag

stol