Mittwoch, 10. August 2016

Keine Tourismuszone Saslong

Es wird keine Tourismuszone Saslong in St. Christina geben. Das hat die Landesregierung am Dienstag beschlossen.

Über dieses Bauwerk wird in St. Christina seit Jahren heftig diskutiert: Das Hotel "Saslong".
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Über dieses Bauwerk wird in St. Christina seit Jahren heftig diskutiert: Das Hotel "Saslong". - Foto: © D

„Die Bauleitplanänderung ist abgelehnt worden. Ganz einfach, weil die rechtlichen und zum Teil auch die urbanistischen Voraussetzungen gefehlt haben“, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher dazu. So einfach liegt der Fall in Gröden allerdings nicht.

Das Hotel „Saslong“ und Unregelmäßigkeiten bei seinem Bau hatten im Dorf für reichlich Zank gesorgt. Der Vorwurf gar einiger rechtlicher Unregelmäßigkeiten haftet daran. Darunter: zu großes Bauvolumen, zu viele Zimmer, zu große Gebäudehöhe, ein zu großes Plakat an der Hotelfassade. Die Anrainer laufen seit Jahren Sturm.

Im Mai hat denn auch die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Im Raum stehen die Vorwürfe des Amtsmissbrauchs und der Bestechung. Darin verwickelt ist der ehemalige Bürgermeister von St. Christina, Eugen Hofer. Im Besonderen geht es um die Zahl der Zimmer im Hotel: statt der genehmigten 50 hatte Hotelier Ezio Prinoth 56 vermietet.

Als der Gemeinderat Ende Mai dieses Jahres die Umwidmung des Geländes in eine Tourismuszone genehmigte, witterten Kritiker Freunderlwirtschaft. „Das stimmt nicht“, sagt der aktuelle Bürgermeister Moritz Demetz. „Wir sind dabei, alles in Ordnung zu bringen.“

kn/D

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Warum der Bürgermeister allerdings nicht glaubt, dass mit dem negativen Urteil des Landes nun Ruhe ins Dorf einkehre, lesen Sie in einem Bericht in den „Dolomiten“ (Mittwoch-Ausgabe).

stol