Mountainbiker geh?ren mittlerweile genauso wie Wanderer, Bergsteiger und Kletterer zum alpinen Erscheinungsbild, benutzen alpine Infrastruktur wie Wege, Almen und Schutzh?tten und machen unter den Mitgliedern der alpinen Vereine eine betr?chtliche Zahl aus. Der massive Aufw?rtstrend in den letzten Jahren hat innerhalb der Alpenvereine wie auch au?erhalb differenzierte Haltungen dem Mountainbike gegen?ber hervorgerufen. In Brixen wurden Fachleute aus den alpinen Vereinen, der ?ffentlichen Verwaltung und einzelnen Bike-Destinationen geladen, um die aktuelle Situation zu analysieren, Grundsatz- und Verhaltenspositionen vorzustellen, aber auch um die Erfolgsgeschichte Mountainbike aufzuzeigen. Egal ob f?r Rennfahrer, Freerider, Tourenfahrer oder E-Biker, die Fortbewegung mit dem Rad ?bt laut Umfragen eine stetig wachsende Faszination aus.Rechtliche Situation: teilweise ungekl?rtDass Handlungsbedarf besteht, waren sich alle Referenten einig. In der Vergangenheit gab es immer wieder Konflikte und Bedenken im Bezug auf die Mehrfachnutzung der Wege aufgrund deren aufw?ndiger Instandhaltung, in Bezug auf die Haftungsfrage und den m?glichen Konflikten zwischen Wanderern und Mountainbikern. Die rechtliche Situation der Mountainbiker in den Alpenregionen ist unterschiedlich: Im Trentino, dem Zielland unz?hliger Mountainbiker, gilt seit Ende der 90er-Jahre ein strenges aber ungenaues Reglement, das sich auf die Wegbreite und das Gef?lle bezieht. In S?dtirol ist derzeit alles erlaubt ist, was nicht verboten ist, und w?hrend in Deutschland die Bundesl?nder das Thema unterschiedlich regeln, ist beispielsweise in ?sterreich das Befahren von Waldwegen und Forststra?en prinzipiell verboten bzw. nur mit der Zustimmung des Eigent?mers erlaubt.Die Alpen sind eine Bike-Destination"Tatsache ist, dass die Regelungen der L?nder mit der Ist-Situation im Mountainbikebereich wenig zu tun haben und dass insbesondere f?r eine Ausweisung von Wegen und eine touristische Nutzung Handlungsbedarf besteht, um das Thema im Interesse aller Bergsportler zu entsch?rfen und die Alpenregion als Mountainbikedestination, die sie ist, zu st?rken", so der AVS.Denn das Segment sei auch wirtschaftlichen im Wachsen: Allein in S?dtirol werden j?hrlich rund 10.000 Mountainbikes verkauft und die Zahl an Mountainbike-N?chtigungen liegt bereits bei 100.000 ? Tendenz steigend."Der Appell: Gegenseitiger Respekt"In allen alpinen Regionen haben sich zum Teil in den Alpenvereinen eigene Plattformen und Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit dem Thema befassen, um dieses wichtige Thema m?glichst konfliktfrei zu l?sen. Ein Eckpfeiler sind Ausbildungsma?nahmen, die einen respektvollen Umgang mit Natur und anderen Wegenutzern beinhalten. "Auch Lenkungsma?nahmen f?hren zur Entspannung: Das Ausweisen bestimmter Trails f?r touristische Zwecke sollte unter Einbeziehung der Grundbesitzer und unter Ausklammerung der Hauptwanderrouten passieren, wie es durch lokale Initiativen zum Beispiel auf der Seiser Alm oder in Latsch geschehen ist. Auch die Errichtung eigener Bikeparks und Strecken f?r Downhiller wurde bef?rwortet", betont der Alpenverein S?dtirol.Die Alpenvereine und Interessenvertreter appellierten zur Kooperation und zum gegenseitigen Respekt von Wegehaltern und Wegenutzern, um Verbote langfristig zu vermeiden. Als Grundlage hierf?r wurden k?rzlich im Club Arc Alpin, dem Dachverband der alpinen Vereine, zehn Verhaltensempfehlungen verabschiedet. "?bergreifende Strategien sind notwendig, um diese beliebte und wachsenden Bergsportart zu integrieren, denn die R?cksicht auf die anderen Wegenutzer und ein verantwortungsvolles Fahren sind ausschlaggebend f?r eine langfristige Akzeptanz und weitere Entwicklung dieser alpinen Spielform", unterstreicht der AVS.