Um die eigenen vier Wände kühl zu halten, greifen immer mehr Verbraucher auf Klimaanlagen zurück. Dies zeigen auch die Daten des Statistikamtes Istat: Besaßen 2014 etwa 29 Prozent der italienischen Haushalte ein Klimagerät, waren es 2024 bereits mehr als die Hälfte (56 Prozent).<BR /><BR />Auch in Südtirol boomt die künstliche Kühlung, weiß Christine Romen, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS). Dabei wird auf verschiedenste Geräte zurückgegriffen, nicht jedes ist eine Klimaanlage im klassischen Sinne. „Was oft umgangssprachlich als Klimagerät genannt wird, sind meistens Luftkühler, die mit einem Ventilator und Wasser arbeiten“, erklärt Romen. Diese Geräte sind kompakt, werden einfach an der Steckdose angeschlossen und sind mit wenigen Hundert Euro günstig in der Anschaffung.<h3>Monoblock, mobile und fixe Split-Klimaanlage</h3>Bei den eigentlichen Klimaanlagen lassen sich grob drei Arten unterscheiden.<BR /><BR />Die einfachste Lösung sind Monoblock-Geräte mit Abluftschlauch. Die mobilen „Pinguini“ lassen sich ebenfalls einfach an die Steckdose anschließen und kosten in der Anschaffung zwischen 300 und 1.000 Euro. „Sie sind aber normalerweise am ineffizientesten“, so Romen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1327662_image" /></div> <BR /><BR />Etwas effizienter sind mobile Split-Geräte, bei denen sich der Kompressor auf Rädern außen und das Kühlgerät drinnen befindet. Sie kosten ab 400 bis zu mehreren Tausend Euro.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1327665_image" /></div> <BR /><BR />Die aufwendigste, teuerste, aber zugleich effizienteste Option sind laut Romen fest installierte Split-Geräte. Weil der Kompressor meist an der Fassade oder auf dem Dach montiert wird, braucht es bei der Installation Fachpersonal. In Kondominien sind außerdem besondere Regeln zu beachten: Die Anlage darf das architektonische Gesamtbild des Gebäudes nicht beeinträchtigen und es sind Mindestabstände zu Fenstern und Balkonen der Nachbarn einzuhalten. Vor der Installation sollte außerdem der Verwalter informiert werden.<h3> Kühlleistung berechnen, Energie-Label lesen</h3>Welches Gerät zu einem passt, hängt immer von den Rahmenbedingungen ab. „Vor dem Kauf ist klar zu überlegen, wie groß ist der Raum und welche Kühlleistung braucht das Gerät“, erklärt die Energieexpertin. Raum- und Fenstergröße, der Zustand der Außenwände sowie die Sonneneinstrahlung beeinflussen diese Kühlleistung maßgeblich. Hilfreich ist auch, das Energie-Label auf den Geräten zu lesen: Es liefert Angaben zu Effizienz, Leistung, Lautstärke und Stromverbrauch.<BR /><BR />Was nach dem Kauf oft vergessen wird, sei die regelmäßige Wartung, sagt Romen. Damit Anlagen effizient und hygienisch funktionieren, sollten Verbraucher eingebaute Filter regelmäßig reinigen oder austauschen sowie die Wasserbehälter konsequent leeren und säubern.<h3> Gibt es Förderungen?</h3>Wer sich eine Klimaanlage egal welcher Art anschafft, kann auch weiterhin von Steuerabzügen profitieren. „Klimaanlagen, die gleichzeitig auch eine Heizfunktion haben, können über den sogenannten Bonus-Casa abgeschrieben werden“, informiert Romen. Dieser beträgt 50 Prozent für die Hauptwohnung. <BR /><BR />Eine weitere Möglichkeit bietet der Möbel- und Elektrogerätebonus. Käufer können diesen allerdings nur dann nutzen, wenn sie das Gerät im Zuge einer Renovierung installieren.<BR /><BR />Wer zudem eine ältere Heizungsanlage durch eine energieeffiziente Wärmepumpe ersetzt, kann den Ecobonus beanspruchen.