Das Land Südtirol gewährt bei energetischen Sanierungsarbeiten außerdem einen Kubaturbonus von 200 Kubikmetern. Einen Überblick über das energetische Sanieren und Bauen erhalten Interessierte auf der „Klimahouse“ in Bozen vom 21. bis 24. Januar 2010.Auf der Fachmesse für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen „Klimahouse“ in Bozen stehen Fachleute den Besuchern Rede und Antwort und rund 400 Aussteller präsentieren innovative Materialien für ein umweltfreundliches und kostensparendes Bauen. Für folgende energiesparenden Sanierungsarbeiten gibt es noch bis Ende 2010 den staatlichen Steuerabsatzbetrag von 55 Prozent sowohl für Private als auch für Unternehmen, Freiberufler und Kondominien: Für Sanierungsarbeiten an bestehenden Gebäuden, welche den Energiehaushalt um mindestens 20 Prozent verbessern; für Umbauarbeiten an einem Gebäude oder an einer Baueinheit wie der Austausch von Fenstern, Isolierungsarbeiten, Verkleidungen oder das Verlegen von Fußböden; für Installation von Solaranlagen für die Gewinnung von Warmwasser; für einen gesamten oder teilweisen Ersatz von bestimmten Heizanlagen. Kubatur-Bonus Bei einer anstehenden Sanierung ist es sinnvoll, sich an einen Techniker oder Berater zu wenden, der auf die energetische Sanierungen spezialisiert ist, und einen Überblick über die anstehenden Arbeiten mit anfallenden Kosten und Steuerbegünstigungen geben kann. Denn Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist die Erstellung der Dokumentationen über die erfolgte Energieeinsparung durch einen befugten Techniker bzw. durch die Klimahausagentur. Bei bestimmten Eingriffen kleineren Ausmaßes, wie beim Austausch der Fenster, kann die Erstellung der Dokumentation von jedem Subjekt selbst vorgenommen werden. Grundsätzlich wurden die Prozeduren für die Errechnung der Werte an Energieeinsparung seit Oktober 2009 wesentlich vereinfacht. Der Absetzbetrag für energetische Sanierungen von 55 Prozent muss 2010 auf fünf gleiche jährliche Raten aufgeteilt werden. Ab 2009 darf dieser Steuerabsetzbetrag auch nicht mehr mit anderen Beiträgen seitens der EU, der Regionen und lokalen Körperschaften kumuliert werden, das heißt es muss entweder auf den Beitrag oder den Steuerabsetzbetrag verzichtet werden. Privatpersonen können den Gesamtbetrag der getragenen Kosten, also inklusive der Mehrwertsteuer, bei der Steuererklärung in Abzug bringen.Südtirol belohnt seine Haus- und Wohnungsbesitzer mit einem Kubaturbonus, das heißt mit mehr Wohnraum. Dadurch kann bis zu 200 Kubikmeter neuer Wohnraum geschaffen werden. Voraussetzung dafür ist die energetische Sanierung des Hauses im Standard KlimaHaus C. Dies bedeutet, das Gebäude darf einen Heizwärmebedarf von 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr nicht überschreiten. „Mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen“ Dies muss anhand einer KlimaHausberechnung, die von einem autorisierten Techniker erstellt wurde, nachgewiesen werden. Dem Antrag um Benutzungsgenehmigung muss das Zertifikat der KlimaHausagentur beigelegt werden. „Mit dem Kubaturbonus schlagen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe: Energiekosten werden enorm gesenkt, Bürger kommen mit relativ wenig Geld zu neuem Wohnraum, Unternehmer zu neuen Aufträgen, und wir tun Gutes für unsere Umwelt und unser Klima“, sagt Landesrat Michl Laimer. Das Kubaturgeschenk gibt es bis zum 31. Dezember 2010 (spätestens an diesem Tag muss mit den effektiven Bauarbeiten begonnen werden) für Wohngebäude, die vor dem 12. Jänner 2005 (Stichtag, an dem der KlimaHausstandard in Südtirol eingeführt wurde) bestanden haben bzw. vor diesem Datum die Baukonzession erhalten haben. Mehr Informationen auf der Klimahouse-Homepage Das Gebäude muss zu diesem Datum eine Größe von zumindest 300 Kubikmetern Baumasse über Erde haben. Weiters muss das Gebäude vorwiegend zu Wohnzwecken (mindestens 50 Prozent) genutzt werden. „Klimahouse 2010“ ist am 21. und 22 Januar für Fachbesucher geöffnet, die sich im Internet vorregistrieren können, und am 23. und 24. Januar ist die Messe für das allgemeine Publikum von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 10 Euro.Aktuelle Informationen zur “Klimahouse 2010” unter http://www.klimahouse.it/