Montag, 29. Januar 2018

Klimahouse 2018: Reich an Initiativen

Klimahouse 2018, die internationale Fachmesse für energieeffizientes Bauen und Sanieren ist am Samstag, 27. Januar zu Ende gegangen. Mit dabei: 460 ausstellende Unternehmen im damit ausverkauften Messegelände, 35.000 interessierte Besucher, über 100 Veranstaltungen und Events und zahlreiche präsentierte Neuheiten. Diese Ausgabe war besonders reich an Initiativen, die auf das Fachpublikum zugeschnitten waren: Prämierungen, Fachexkursionen und Kongresse welche von den Besuchern gut angenommen worden sind.

KLIMAHOUSE 2018: Eine erfolgreiche Ausgabe ist zu Ende gegangen. - Foto: Marco Parisi
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KLIMAHOUSE 2018: Eine erfolgreiche Ausgabe ist zu Ende gegangen. - Foto: Marco Parisi

“Dieses Jahr haben wir Klimahouse das erste Mal von Mittwoch bis Samstag organisiert, und sind damit dem Wunsch eines Großteils der Aussteller entgegengekommen.

Wir sind mehr als zufrieden mit dem Ergebnis der Klimahouse 2018, in dem der Sonntag erstmals als Besuchstag weggefallen ist“, meint Thomas Mur, Direktor von Messe Bozen und sagt weiter: „Die Besucherqualität ist weiter im Steigen begriffen und die Fachbesucher loben Klimahouse, weil es gelingt die Innovationen im Bereich des nachhaltigen Bauens durch eine gezielte Selektion der ausstellenden Unternehmen in den Vordergrund zu stellen.“

Networking Event 

“Klimahouse entwickelt sich immer mehr zu einem Networking Event zwischen Unternehmen und deren Kunden“, weiß Paolo Sala Projekmanager des Weltmarktführers Mapei, „und so haben wir Klimahouse in einen Mapei-Event verwandelt, über 200 Kunden nach Bozen gebracht – übrigens auch aus dem Ausland – und Kurse organisiert. Klimahouse ist für uns kein üblicher Messeplatz mehr, es ist die Gelegenheit, um auf einem neutralen Boden einen physischen  Kontakt zur Marke Mapei herzustellen“. 

Mit dem Klimahouse Trend Award wurden die besten Unternehmen 2018 ausgezeichnet. Der Preis wurde erstmals  in Zusammenarbeit mit dem Politecnico Mailand durchgeführt. Aus den 55 teilnehmenden Kandidaten wurden von einer Fachjury jene als Gewinner gekürt, deren Produkte besonders innovativ sind.

Gewinner gekürt

Der Preis in der Kategorie Innovation für jene Unternehmen mit herausragenden Fähigkeiten in den Bereichen Industrie- und Technologieforschung sowie Produktentwicklung und Vertrieb ging an das Unternehmen Irsap AG für ihr Produkt “NOW – SMART RADIATORS SYSTEM”.

Der Preis in der Kategorie Timely, der sich an Unternehmen richtet, die zeitnah mit gezielten Produkten auf aktuelle Marktbedürfnisse reagieren, ging an das Unternehmen Blumatica für ihr Produkt “BLUMATICA EGE”.

Der Preis in der Kategorie Widespread, der sich an jene Unternehmen richtet, die besonders wettbewerbsfähige Produkte und Systeme entwickelt und vermarktet haben, ging an das Unternehmen Clivet SpA für ihr Produkt “SPHERA”.

Hohes Niveau bei Innovation Days

Auch bei den Klimahouse Innovation Days mit Teilnehmern aus dem europäischen Raum zeigte sich ein sehr hohes  Niveau. Das römische Startup Unternehmen Powahome mit ihrem Home-Automation-System, welches ganz leicht in die bereits vorhandenen Schalter und Steckdosen eines Hauses integriert werden kann, ging als Sieger aus dem Startup Wettbewerb hervor. Der Spezialpreis der KlimaHaus Agentur hingegen ging an das Startup Ricehouse.

Um aktuelle und drängende Themen ging es beim internationalen Klimahouse Congress: moderne Projektierung unter dem Einfluss der Erdbebensicherheit und das spannungsgeladene Feld zwischen high- und low tech. Internationale Referenten zeigten dies rund 740 Teilnehmern anhand von Beispielen zu verschiedenen Großprojekten bei denen Architektur aus ästhetischer und funktionaler Sicht den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Dialog zwischen Alpin und Mediterran

Breiten Zuspruch fand die Veranstaltung „Stanze a cielo aperto“ am Samstag, 27. Januar. Sie thematisierte am Beispiel der Terrasse nicht nur den architektonischen Dialog von Gebautem und Natur, sondern auch den kulturellen Dialog zwischen Geschlossen- und Offenheit und anhand zahlreicher lokaler Beispiele auch den Dialog zwischen Alpin und Mediterran. Den Bogen von Südtiroler- bis zu globalen Highlights spannten die Architekten Bergmeisterwolf, Vincenzo Corvino und die Spanische Star-Architektin Carmen Martinez Arroyo. 

Auch das erfolgreiche Exkursionsprogramm enertour  richtete sich an den herausragenden architektonischen und technischen Beispielen in Südtirol aus, um hinter die Kulissen zu blicken und das positive Image des Landes in Sachen Energiestandards zu festigen. Dabei standen sowohl öffentliche Gebäude wie der NOI Techpark sowie mit dem Thema „Klimahouse Living Experience“ auch private Wohngebäude und vor allem der Ausstausch mit den dort Wohnenden im Vordergrund.

Mobilität für die Zukunft 

Am ersten Tag von Klimahouse fand auch der Klimamobility Congress  statt. Die wichtigste Veranstaltung in Südtirol in Sachen nachhaltige Mobilität wurde von 190 Personen besucht, die sich von der zentralen Bedeutung des Faktors Mobilität für die Zukunft im urbanen- wie im ländlichen Raum überzeugt zeigten.

stol

 

 

stol