Mit dabei ist außerdem Chiara Tonelli von der Universität Roma Tre mit dem beim Internationalen Wettbewerb Solar Decathlon 2012 ausgezeichneten "energieeffizienten mediterranen Haus MED in Italy".Und schließlich das ehrgeizige Projekt der IBA 2013 (der Internationalen Bauausstellung in Hamburg), welches Simona Weisleder, ebenfalls Professorin und Architektin, vorstellen wird.400 Unternehmer auf KlimahouseBereits zum achten Mal findet die in Italien führende Messe für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen, Klimahouse, in Bozen statt. Vom 24. bis zum 27. Jänner ist sie Schauplatz für mehr als 400 Unternehmen, welche die aktuellsten Entwicklungen in Sachen Produkt & Dienstleistung im Bereich des nachhaltigen Bauens präsentieren.Speerspitze der Messe ist von Beginn an der, in Zusammenarbeit mit der KlimaHaus Agentur veranstaltete, internationale Kongress unter dem Motto „Intelligentes Bauen“. Italienische und europäische Referenten berichten über die aktuellsten nachhaltigen Bauten.Spannende Vorträge am 25. und 26. JännerAm 25. Januar steht nach den Grußworten des neuen Direktors der KlimaHaus Agentur, Ulrich Santa, die Präsentation von Univ. Prof. Arch. Klaus Kada im Vordergrund. Kada, 1940 in Leibnitz geboren absolvierte sein Architekturstudium in Graz und ist seit Jahrzehnten international tätig. Mit dem Umbau des Sparkassenansitzes in Bad Radkersburg und dem Glasmuseum Bärnbach erfolgreich an internationalen Wettbewerben beteiligt, schlug er parallel zu seiner Tätigkeit als Architekt auch eine wichtige wissenschaftliche Laufbahn ein, welche er als Professor für Gebäudebau an der Uni Bremen begann und in München und an der RWTH Aachen fortsetzte. Für Aufsehen sorgte er jüngst mit dem Bau des neuen Hauptsitzes der Pappas Group in Salzburg, dem Verwaltungsgebäude der Aachen Münchner Versicherung, sowie des Adidas Headquarters in Herzogenaurach. Im Moment arbeitet er an mehreren neuen Projekten, wie etwa dem Hauptbahnhof in Salzburg und dem "Sonnwendviertel" in Wien. Kada ist Preisträger zahlreicher internationaler Auszeichnungen, Ehrenmitglied des BDA, dem Bund Deutscher Architekten, und der Universität von Hong Kong, sowie Präsident des Europan Österreich. Im Anschluss der Beitrag der Projektleiterin Dr. Chiara Tonelli zu Planung und Umsetzung des beim Solar Decathlon 2012 in Washington ausgezeichneten Projekts "das energieeffiziente mediterrane Haus MED in Italy". Im Rahmen dieses internationalen Wettbewerbs, in dem es darum geht das attraktivste und energie-effizienteste Solar-Haus zu entwerfen und zu bauen, erzielte das von ihr geleitete italienische Projektteam die Bronzemedaille im Gesamtwettbewerb und wurde als Siegerprojekt in der Kategorie "Nachhaltigkeit" ausgezeichnet. Die Konformität mit dem KlimaHaus A Standard ist hier nur der Ausgangspunkt für den innovativen Ansatz dieses Beispiels einer Bioarchitektur die sich in Anpassung an die besonderen klimatischen Verhältnisse des mediterranen Raums gestaltet. Am 26. Jänner ist hingegen der in Amsterdam lebende deutsche Architekt Thomas Rau als Starreferent zu Gast beim Klimahouse Kongress. Als Begründer des oneplanetarchitecture institute und der turntoo platform ging er schon 2006 mit dem Bau des ersten Aktivhauses in Lyon in Frankreich von folgender Maxime aus: „Wir dürfen nicht – wie wir das heute versuchen, die Ökologie zu ökonomisieren – sondern wir müssen umgekehrt die Ökonomie ökologisieren.“ In seinem Vortrag bietet der Visionär einen Einblick in Materialien und Technologien der Zukunft.Welche Möglichkeiten stecken in Metropolen und wie schafft man es, eine als ohnehin kultureller Anziehungspunkt geltende Stadt noch lebenswerter zu gestalten? Mit diesen und weiteren interessanten Fragen des gegenwärtigen Zeitgeschehens setzt sich das aktuelle Projekt der IBA Hamburg, präsentiert von Arch. Simona Weisleder, auseinander.Das Konzept umfasst die Stadt im Zeitalter des Klimawandels und ihrer, mit der Umwelt in Harmonie stehenden, Entwicklung. Es stellt auch die Frage nach der „Zukunft des Miteinanders“ in den Mittelpunkt: Die Kosmopolis - Eine Stadt als Treffpunkt und Vernetzung bunter Kulturen und Metrozonen. Zentral geht es darum, neue Städte im Kern der bereits existierenden zu erschaffen, Grenzen und Übergänge von Stadt und Land zu arrangieren, das Zusammenspiel der Stadt und großer Infrastrukturen zu verbessern, historische Altstadt und abgelegte Industriezonen zu gestalten, sowie darum ein Leben zwischen Stadt und Niemandsland zu ermöglichen.