<BR />Im Gegensatz zu großen Airlines, die ihr Kerosin direkt bei Mineralölkonzernen einkaufen, übernimmt diese Aufgabe in Bozen der Flughafenbetreiber selbst. „Wir kaufen das Kerosin ein und verkaufen es an die Fluggesellschaft weiter“, erklärt Giuseppe Roppa, Generaldirektor des Flughafens Bozen.<BR /><BR />Der Bozner Flughafen bezieht sein Kerosin direkt von Air BP, einem der größten Anbieter europaweit. Der Treibstoff ist zwar auch in Bozen teurer, aber noch keine Mangelware. „Unser Bedarf stimmt derzeit mit der Nachfrage am Flughafen überein.“<BR /><BR />Doch andernorts gibt es durchaus Sorgen, dass der Treibstoff knapp werden könnte. „In der Branche habe ich von Kollegen anderer Fluggesellschaften gehört, dass bereits erste Probleme auftreten. Es wird auch über Streckenstreichungen nachgedacht, also Flugzeuge am Boden zu lassen“, berichtet Roppa.<h3> Preise leicht erhöht, aber keine Streichungen</h3>Bei der Südtiroler Fluggesellschaft SkyAlps sind derzeit noch keine größeren Auswirkungen spürbar. „Natürlich hat es einen Preisanstieg bei Treibstoff gegeben, der signifikant ist. Wir haben unsere Ticketpreise ganz leicht angepasst, aber wirklich minimal“, berichtet Maximilian Alber, Vertriebs- und Marketingdirektor von SkyAlps.<BR /><BR />Auch im Flugplan zeigt sich derzeit keine Einschränkung – im Gegenteil: „Wir haben sogar noch Flüge hinzugenommen, die jetzt in den Verkauf gehen“, erklärt Alber. Dennoch bleibt die Entwicklung in den kommenden Monaten schwer abschätzbar.<BR /><BR />„Da hängt es davon ab, wie es sich weiterentwickelt und vor allem wie lange. Wenn wirklich nicht die Verfügbarkeit von Treibstoff da wäre, kann keiner fliegen“, so Alber. Trotz der unsicheren Lage zeigt man sich bei SkyAlps zuversichtlich, dass sich die Situation bis zum Sommer wieder etwas normalisiert.<BR /><BR />Treibstoff ist eine der wichtigsten Komponenten, was die operativen Kosten anbelangt, aber nicht die einzige. Sie machen zwischen 20 und 30 Prozent der Betriebskosten pro Flug aus.