Die Kaufkraft der Menschen schwindet – und das in einem Ausmaß, das Anlass zur Sorge gibt: 12,3 Prozent betrug die Inflationsrate im November in Bozen, im Oktober lag sie bereits auf demselben Niveau.<BR /><BR />„Die Inflation war auch im November getrieben von den hohen Energiepreisen, vor allem im Bereich Gas und Strom, aber auch bei Treibstoffen wie Diesel und Kerosin“, so Luciano Partacini, Direktor des Amtes für Wirtschaftsinformation beim Wifo der Handelskammer Bozen. Eine weitere Komponente seien die Lebensmittelpreise gewesen, die ebenfalls erneut stark anzogen. <BR /><BR />Die Frage ist: Haben wir nun in Sachen Inflation das Schlimmste hinter uns? „Ich halte es für wahrscheinlich, dass wir die Spitze des Eisbergs bereits gesehen haben könnten“, so Partacini. „Im Laufe des nächsten Jahres wird dann der Basiseffekt immer stärker zum Tragen kommen, weshalb die Inflationsrate eher zurückgehen wird“, erklärt Partacini.<BR /><BR /> Zur Erklärung: „2023 sind besonders im Energiebereich die Preise explodiert, sollten die Preise im kommenden Jahr weniger stark ansteigen, sinkt die Inflation. Das heißt wohlgemerkt nicht, dass die Preise zurückgehen, sie klettern nur nicht mehr so stark nach oben“, so Partacini.<BR /><BR />Neben dem Basiseffekt komme auch der EZB-Effekt hinzu: „Die höheren Zinsen der EZB werden die Nachfrage der privaten Haushalte und Unternehmen einbremsen. Auch das dürfte beruhigend auf die Inflation wirken.“ <h3> Inflation in der Eurozone</h3>In der Eurozone ist die Inflation im November von ihrem Rekordniveau (10,6 Prozent) aus hingegen etwas gesunken. Die Verbraucherpreise erhöhten sich um 10,1 Prozent.