„Erst wenn sich die Zuversicht sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Konsumenten wieder festigt, können wir von einem soliden Aufschwung für die Südtiroler Wirtschaft sprechen“, kommentierte Handelskammerpräsident Michl Ebner die Daten. Nach Januar habe sich das Konsumentenklima für Südtirol im April dieses Jahres ein zweites Mal leicht eingetrübt. „Es handelt sich um einen Trend, den man derzeit in den meisten europäischen Ländern beobachtet“, so das WIFO.Konsumenten sind pessimistischer Die Erholung des Konsumentenklimas nach der internationalen Finanzkrise habe vielerorts bis Ende 2010 angehalten. Mit Beginn dieses Jahres entwickelten sich die Verbraucher-Vertrauensindikatoren demgegenüber bestenfalls stabil.In Südtirol haben sich im April im Vergleich zum Januar alle vier Indikatoren, die für die Berechnung des Konsumentenklimas herangezogen werden, geringfügig abgeschwächt. „Dies gilt besonders für die Erwartungen der Konsumenten hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung des eigenen Landes und für die Sparmöglichkeit in den nächsten zwölf Monaten. Relativ konstant geblieben sind die Einschätzungen über die Entwicklung der Arbeitsmöglichkeiten und über die finanzielle Situation der eigenen Familie in den nächsten zwölf Monaten“, informiert das WIFO. Verschiedene Faktoren trüben StimmungAber was trübt derzeit die Stimmung? Eine Rolle spielen laut dem WIFO die steigenden Treibstoffpreise, aber auch die unsicheren Finanzmärkte, mit den niedrigen Zinsen für Sparer. Eine Rolle würden aber auch die innenpolitischen Probleme in Italien spielen, welche klare Weichenstellungen und Konzepte für die Zukunft lähmen und somit für die Bevölkerung keine Sicherheit bieten.„Während die Stimmung bei den Unternehmen derzeit im Steigen begriffen ist, üben sich die Konsumenten verstärkt in Zurückhaltung. Unverändert bleibt das bekannte Muster im internationalen Vergleich: Die Stimmung ist bei den Verbrauchern in Südtirol besser aus als auf nationaler Ebene und im EU-Schnitt, bleibt aber unter den Niveaus von Deutschland und Österreich“, erklärt das WIFO.