Dienstag, 28. Januar 2020

Korruptionsvorwürfe – Airbus bestätigt Einigung mit Behörden

Nach Korruptionsvorwürfen hat der europäische Flugzeugbauer Airbus eine außergerichtliche Einigung mit den USA, Großbritannien und Frankreich erzielt. Mit den Justizbehörden der 3 Länder seien „Grundsatzabkommen“ geschlossen worden, erklärte Airbus am Dienstag. Ob mögliche Strafzahlungen vereinbart wurden, teilte der Konzern nicht mit.

Mit den Justizbehörden der 3 Länder seien „Grundsatzabkommen“ geschlossen worden.
Mit den Justizbehörden der 3 Länder seien „Grundsatzabkommen“ geschlossen worden. - Foto: © APA/afp / PASCAL PAVANI

Die „Financial Times“ hatte zuvor berichtet, auf den Flugzeugbauer kämen Zahlungen von mehr als 3 Milliarden Euro zu, um ein Ende der Ermittlungen zu erreichen. Die Justiz in Großbritannien und Frankreich ermittelt gegen Airbus wegen des Verdachts der Bestechung ausländischer Beamter sowie Geldwäsche. In den USA gibt es zusätzlich Ermittlungen wegen möglicher Verstöße bei Waffenexporten mit US-Bestandteilen.

Airbus bestätigte lediglich, dass die Abkommen „im Rahmen der Ermittlungen über Korruptionsvorwürfe sowie der Einhaltung der amerikanischen Vorschriften über den Waffenhandel (ITAR)“ geschlossen worden seien.

Vor dem Hintergrund der Korruptionsaffäre hatte Airbus zuletzt einen Führungswechsel veranlasst. Der deutsche Airbus-Chef Tom Enders trat im Frühjahr 2019 ab und wurde von dem Franzosen Guillaume Faury abgelöst. Enders war als Zeuge in der Affäre um Schmiergeldzahlungen vernommen worden.

apa/afp

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