Freitag, 24. Juli 2020

Krisengeschüttelte Gastronomie: 5000 Euro für Lokale in Italien

Die italienische Regierung will der von der Coronakrise schwer belasteten Gastronomie unter die Arme greifen. Geplant ist die Einrichtung eines mit einer Milliarde Euro dotierten Fonds, mit dem Restaurants, Cafes und andere Lokale, die wegen der Krise schwere Einnahmerückgänge erlitten haben, eine Einmalzahlung von 5.000 Euro ausgeschüttet werden soll.

Wegen der Krise und des schweren Rückgangs bei der Zahl der Touristen in Italien drohe der italienischen Gastronomie bis Ende 2020 ein Umsatzrückgang von 34 Milliarden Euro.
Wegen der Krise und des schweren Rückgangs bei der Zahl der Touristen in Italien drohe der italienischen Gastronomie bis Ende 2020 ein Umsatzrückgang von 34 Milliarden Euro. - Foto: © shutterstock
Ziel sei die Stützung von Gastronomie und Catering-Betrieben, deren Einnahmen seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie erneut im zweistelligen Prozentbereich eingebrochen sind, berichtete Landwirtschaftsministerin Teresa Bellanova. Mit dem Bonus sollen Restaurants eine Liquiditätsspritze erhalten. Dafür verpflichten sie sich zum Erwerb von Waren aus der italienischen Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion.

Die Initiative erntete den Beifall des Landwirtschaftsverbands Coldiretti. „Wegen der Krise und des schweren Rückgangs bei der Zahl der Touristen in Italien droht der italienischen Gastronomie bis Ende 2020 ein Umsatzrückgang von 34 Milliarden Euro“, so Coldiretti. Die Gastronomie leide auch unter den Folgen des Homeoffice, weil deswegen weit weniger Arbeitnehmer außer Haus essen. Auf dem Spiel stehe die Zukunft von 180.000 im Gastronomiebereich aktiven Betrieben mit 1,3 Millionen Beschäftigten.

„Wir müssen verhindern, dass Restaurants und Lokale schließen. Daher wollen wir ihnen Sauerstoff mit einer Liquiditätsspritze garantiere, die es ihnen ermöglichen soll, sich in diesen schwierigen Monaten über Wasser zu halten“, kommentierte Landwirtschaftsministerin Bellanova.

apa/stol

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