Dienstag, 01. Juni 2021

Kündigungsschutz hemmt Fachkräfteakquise

Nachdem der Südtiroler Wirtschaftsmotor nach der Corona-Pandemie wieder gut angelaufen ist, sollte es auch wieder mehr Flexibilität für den Arbeitsmarkt geben. „Zu einer Entlassungswelle aufgrund der Aufhebung des Kündigungsschutzes wird es im Handwerk kaum kommen, da händeringend nach Fachkräften gesucht wird“, betont lvh-Chef Martin Haller.

Es sollte es auch wieder mehr Flexibilität für den Arbeitsmarkt geben.
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Es sollte es auch wieder mehr Flexibilität für den Arbeitsmarkt geben. - Foto: © Hannes Niederkofler
Seit der Aufhebung der Corona-Einschränkungen könne die Geschäftstätigkeit in den einzelnen Wirtschaftssektoren wieder deutlich an Fahrt gewinnen.

Dies stimme die Südtiroler Unternehmen zuversichtlich für eine positive Konjunkturentwicklung. Nun wäre auch der geeignete Moment, den Kündigungsschutz aufzuheben. Befürchtete Entlassungswellen kann der Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister nicht nachvollziehen.

„Das Südtiroler Handwerk ist – bis auf einige hart getroffene Sektoren – relativ gut durch die Krise gekommen. Aufgrund der guten aktuellen Auftragslage wird es wohl kaum zu Entlassungen kommen, im Gegenteil: Alle Sektoren suchen händeringend nach Lehrlingen und Fachkräften. Eine frühzeitige Aufhebung des Kündigungsschutzes wäre insofern sinnvoll, da die Betriebe wieder neuen Spielraum für Wachstumspläne und Umstrukturierungen erhalten“, erklärt lvh-Präsident Martin Haller.

Um dem Strukturwandel, den Marktentwicklungen und den Notwendigkeiten für die Wettbewerbsfähigkeit gerecht zu werden, sei diese Flexibilität unabdingbar.

„Gerade jetzt sollte es keine Einschränkungen für Unternehmen mehr geben. Wir sind auf einem guten Weg aus der Krise und sollten den idealen Segelwind für die Wirtschaft unbedingt nutzen. Unsere zentrale Herausforderung besteht in der Gewinnung von neuen Fachkräften. Darauf sollten wir uns jetzt konzentrieren können“, unterstreicht Haller.

stol