Die Besteuerung von Kurzzeitvermietungen soll ab 2026 von 21 Prozent auf 26 Prozent steigen, geht aus dem von der Regierung verfassten Haushaltsgesetzentwurf hervor.<BR /><BR /> Unter Kurzzeitvermietung versteht man Mietverträge für Wohnimmobilien mit einer Höchstdauer von 30 Tagen. <BR /><BR />Ferner wird die 2024 eingeführte Ermäßigung von 21 Prozent für die Vermietung von nur einer einzigen Immobilie („cedolare secca“) entfallen. Künftig gilt somit ein einheitlicher Steuersatz von 26 Prozent, unabhängig davon, ob eine oder mehrere Wohnungen vermietet werden. So will die Regierung längere Mietverträge fördern. Vor allem in Kunststädten ist die Zahl der Wohnungen, die mit langfristigen Mietverträgen zu bekommen sind, knapp geworden, da Wohnungsbesitzer ihre Immobilien lieber als Ferienwohnungen vermieten – was bisher gewinnbringender war.<BR /><BR />Die Erhöhung des Steuerdrucks auf Kurzzeitvermietungen sorgt für Divergenzen in der Regierungskoalition: Forza Italia wehrt sich dagegen und bezeichnet die Entscheidung als „falsch und ungerecht“.<h3> Tourismusabgabe darf erhöht werden</h3>Ebenfalls verlängert bis Ende 2026 wird die Möglichkeit für Provinzhauptstädte, Gemeindeverbände, Tourismusorte oder Kunst- und Kulturstädte, die Tourismusabgabe („Tassa di soggiorno“) von bisher maximal fünf Euro auf bis zu sieben Euro pro Tag anzuheben. In einigen Kunststädten kann die Kurtaxe bis zu zwölf Euro pro Tag betragen. 70 Prozent der Einnahmen durch die Tourismussteuer sollen der Finanzierung von Maßnahmen im Tourismus und im Denkmalschutz dienen.<BR /><BR />Der von der Regierung am Freitag vorgestellte Haushaltsgesetzentwurf enthält weitere Neuigkeiten. Zusätzliche 20.000 Pflegekräfte sollen 2026 vom nationalen Gesundheitssystem eingestellt werden, teilte Gesundheitsminister Orazio Schillaci gestern mit. „Dank mehr Finanzierungen für den Gesundheitsfonds werden die Regionen auch vermehrt die Möglichkeit und Kapazität haben, neues Personal einzustellen.“<BR /><BR />2000 zusätzliche Gefängnisaufseher sollen eingesetzt werden. Das Justizministerium wird ab 2026 718 Staatsanwälte anstellen. 35 Millionen Euro will die Regierung ab 2026 jährlich zur Förderung des Exports und der Internationalisierung italienischer Unternehmen lockermachen. Das Angebot für Stipendien für ausländische Studenten wird erhöht.