<BR />Für viele Erwerbstätige wird die gesetzliche Rente künftig nicht mehr ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Die Lücke zwischen Einkommen und Pension dürfte größer werden. Um diese zu schließen, ist die Zusatzrente ganz wesentlich – etwa über Pensionsfonds wie den Laborfonds, der in Südtirol die meisten Eingeschriebenen zählt.<BR /><BR />Im Jahr 2025 erzielte die dynamische Linie des Laborfonds eine Rendite von 9,9 Prozent brutto. Die ausgewogene Linie legte um 5,1 Prozent zu, die vorsichtig-ethische Linie um 3,9 Prozent. Auch die garantierte Linie schloss das Jahr mit einem Plus ab und kam auf 2,5 Prozent. Damit verzeichneten alle vier Investitionslinien* im vergangenen Jahr ein Plus.<h3> Die Langfrist-Renditen</h3>Noch aussagekräftiger als ein einzelnes Jahr ist der Langfristvergleich. Über die vergangenen 15 Jahre, von 2010 bis 2025, erwies sich ebenfalls die dynamische Linie als klarer Spitzenreiter und erzielte eine durchschnittliche Jahresrendite von rund 5,6 Prozent. Dahinter folgt die ausgewogene Linie mit knapp 3,9 Prozent pro Jahr, während die vorsichtig-ethische Linie im Schnitt auf etwa 3,4 Prozent jährlich kam. Deutlich abgeschlagen blieb die garantierte Linie, die mit rund 1,2 Prozent pro Jahr zwar kaum Schwankungen aufwies, dafür aber auch nur einen begrenzten Wertzuwachs ermöglichte. <BR /><BR />Zur noch besseren Einordnung: Ein Fondsanteil der dynamischen Linie kostete Ende 2009 rund 9,9 Euro und war Ende 2025 etwa 23,7 Euro wert – aus knapp 10.000 Euro wären damit rund 24.000 Euro geworden, ohne zusätzliche Einzahlungen.<BR /><BR />Der Grund dafür ist schnell erklärt: Aktien. Die dynamische Linie weist die höchste Aktienquote auf und konnte damit besonders stark von der langfristig positiven Entwicklung der internationalen Börsen profitieren. <h3> Aktienmärkte als Maßstab und Treiber</h3>Ein Blick auf die großen Aktienindizes unterstreicht diesen Zusammenhang. Der weltweit investierende MSCI World erzielte im selben Zeitraum durchschnittliche Renditen von rund acht bis zehn Prozent pro Jahr. Der US-Leitindex S&P 500 sowie der deutsche Dax – der als Performanceindex Dividenden bereits berücksichtigt – lagen teils sogar darüber. Pensionsfonds können und sollen diese Entwicklungen nicht eins zu eins abbilden, da sie Risiken bewusst begrenzen. Doch der Vergleich macht deutlich: Ohne Aktien lässt sich langfristig kaum Vermögen fürs Alter aufbauen. <h3> Vergleich mit dem TFR</h3>Für viele Beschäftigte stellt sich vor allem die Frage, wie der Laborfonds im Vergleich zum TFR („Trattamento di Fine Rapporto“) abschneidet. Bleibt der TFR im Betrieb, wird das Geld nicht investiert, sondern verbleibt beim Arbeitgeber und wächst ausschließlich durch die gesetzlich festgelegte Verzinsung von 1,5 Prozent plus 75 Prozent der Inflation. Über die vergangenen 15 Jahre entsprach das einer durchschnittlichen Verzinsung von unter drei Prozent brutto pro Jahr. Das heißt also: Die vorsichtig-ethische, die ausgewogene und insbesondere die dynamische Linie des Laborfonds erzielten höhere Renditen, während die garantierte Linie langfristig sogar unter dem TFR blieb.<h3> Kritik an Gesetzesänderung</h3>Der Laborfonds verzeichnete 2025 mehr Eingeschriebene: Rund 9.000 Mitglieder kamen hinzu, womit der regionale Zusatzrentenfonds inzwischen an die 150.000 Mitglieder zählt, die ihre Altersvorsorge über eine der vier Investitionslinien aufbauen. Insgesamt verwaltet Laborfonds ein Vermögen von 4,6 Milliarden Euro. <BR /><BR />Präsident Lorenzo Bertoli sprach gestern von einem „äußerst positiven Jahr 2025“ und verwies auf die Verantwortung, die mit dem wachsenden Vertrauen der Mitglieder einhergehe. Vizepräsident Alfred Ebner äußerte zugleich Kritik an jüngsten Änderungen im Haushaltsgesetz, durch die geschlossene Zusatzrentenfonds aus seiner Sicht regulatorisch zu wenig von anderen, teureren Vorsorgeprodukten unterschieden würden. „Laborfonds ist nicht gewinnorientiert – alle Effizienzgewinne kommen den Mitgliedern zugute“, betonte Ebner.<BR /><BR /><BR /><i>* Die garantierte Linie investiert nahezu ausschließlich in Anleihen und verzichtet weitgehend auf Aktien. Die vorsichtig-ethische Linie hält einen begrenzten Aktienanteil von rund 20 Prozent und ergänzt diesen durch Anleihen unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien. Die ausgewogene Linie setzt auf eine Mischung aus Anleihen und Aktien mit einem Aktienanteil von rund 35 Prozent. Die dynamische Linie weist mit rund 70 Prozent den höchsten Aktienanteil auf.<BR /></i>