In den Anlagen in den norditalienischen Städten Genua, Como und Pavia arbeiten insgesamt 120 Personen, etwa sechs Prozent des Parmalat-Personals. Gegen die Schließung der drei Werke trat die Parmalat-Belegschaft am Dienstag vier Stunden lang in den Streik, berichtete die Mailänder Tageszeitung „Sole 24 Ore“ am Mittwoch.Lactalis will 60 Mio. Euro in die Modernisierung der verbleibenden Parmalat-Werke investieren. „So können wir die Effizienz der Produktionswerke steigern“, heißt es aus Lactalis-Kreisen. Die Umstrukturierungspläne seien nötig, um die Wettbewerbsfähigkeit in Italien zu erhöhen, wo der Milchkonsum in den letzten fünf Jahren um 15 Prozent gesunken sei, während die Produktionskosten stark zugenommen hätten.Die Pläne des französischen Konzerns, der im vergangenen Jahr 2,4 Mrd. Euro für die Erhöhung seines Parmalat-Anteils auf 83 Prozent ausgegeben hatte, lösten heftigen Protest der Gewerkschaften aus. „Lactalis hält sich nicht an die Vereinbarungen. Der Konzern hatte versprochen, dass er Parmalat nicht abbauen, sondern zu einem Schwergewicht der europäischen Milchproduktion machen würde“, protestiert ein Gewerkschaftssprecher.Mit der Übernahme Parmalats war Lactalis 2011 zum stärksten Milchkonzern der Welt vor dem Schweizer Konkurrenten Nestle und der französischen Danone-Gruppe aufgerückt. Lactalis meldet 14,7 Mrd. Euro Umsatz in 56 Ländern weltweit. apa