Donnerstag, 28. März 2019

Ladurner gibt Führung von Dr. Schär ab

Es war im Jahr 1981, als der Meraner Kaufmann Ulrich Ladurner in eine Idee investierte: eine vollständig glutenfreie Produktlinie für zöliakiekranke Personen zu produzieren. Seitdem hat sich viel getan. Dr. Schär ist Weltmarktführer auf diesem Gebiet. Ladurner selbst will nun aber kürzer treten: Im November gibt er die operative Verantwortung an seinen Schwiegersohn Nikos Charalampopoulos ab.

Der Unternehmer Ulrich Ladurner. - Foto: D/Alex Filz
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Der Unternehmer Ulrich Ladurner. - Foto: D/Alex Filz

„Dolomiten“: Sie haben angekündigt, sich im November aus dem operativen Geschäft Ihres Unternehmens zurückzuziehen. Ist dieser Entschluss schon länger in Ihnen gereift?

Ulrich Ladurner: Ich würde sagen, es ist höchste Zeit, Verantwortung abzugeben. Im November werde ich 70 Jahre alt und ich denke, da habe ich dann das Recht, mich um andere Sachen zu kümmern, die in meinem Interesse sind. Mir wird auf jeden Fall nicht langweilig werden.

Zudem bleibe ich ja Präsident des Verwaltungsrates und ich werde schauen, dass der Übergang von der einen auf die andere Generation gut vonstatten gehen wird.

„D“: Als Sie Anfang der 1980er-Jahre das Unternehmen Dr. Schär aufgebaut haben, hätten Sie sich da gedacht, dass der Bedarf an glutenfreien Produkten so stark ansteigen wird?

Ladurner: Nein, überhaupt nicht. Wir haben damals auch gar nicht daran gedacht, wie hoch der Umsatz ausfallen sollte. Unsere Intention war, dass wir in diesem speziellen Bereich die Besten sein wollten, weltweit.

„D“: Die Produktion von glutenfreien Produkten war damals also eine absolute Nische?

Ladurner: Ja. Das ist es heute auch noch, nur ist diese Nische im Laufe der Jahre wesentlich größer geworden. Anfang der 1980er-Jahre gab es in Südtirol um die 80 Personen, die glutenfreie Produkte benötigten, in ganz Italien waren es um die 8000 Personen und in ganz Europa ein Zigfaches davon. Also war das Ganze schon interessant für uns.

D/sor

Das gesamte Interview und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol