Donnerstag, 04. Mai 2017

Laimburg entwickelt innovative Traubenbürste

Der Fachbereich Weinbau des Versuchszentrums Laimburg hat eine Traubenbürste entwickelt, die die Lockerbeerigkeit auf schonende Weise fördert.

Die Laimburger Traubenbürste fördert die Lockerbeerigkeit der Trauben, ohne zugleich zu entblättern. Foto:Stocker Maschinenbau, Terlan
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Die Laimburger Traubenbürste fördert die Lockerbeerigkeit der Trauben, ohne zugleich zu entblättern. Foto:Stocker Maschinenbau, Terlan

Lockerbeerige Trauben sind bekannterweise weniger anfällig für Rebkrankheiten wie Botrytis oder Essigfäule. Im Weinbau werden darum unterschiedliche Techniken angewandt, um die Lockerbeerigkeit vor allem bei sehr dichtbeerigen Sorten zu fördern.

Kostengünstige Alternative

Mit der Traubenbürste gibt es nun eine attraktive Alternative zu den herkömmlichen Methoden, die von der Firma Stocker Maschinenbau in Terlan auf den Markt gebracht wird.

So fördert das Gerät die Lockerbeerigkeit ohne zugleich zu entblättern und die Beerengröße entscheidend zu beeinträchtigen. Außerdem soll das Gerät in der Anschaffung kostengünstiger sein als etwa pneumatische Entlaubungsmaschinen und damit für die meist kleinen Betriebsstrukturen in Südtirol eine interessante Alternative darstellen.

In der Laimburg entwickelt

Am Versuchszentrum Laimburg wurde das Verfahren entwickelt und der Prototyp bis zur Praxisreife gebracht. Dafür wurden über mehrere Jahre Versuche durchgeführt, um den Einfluss des Behandlungszeitpunkts, der Fahrgeschwindigkeit des Traktors, der Umdrehungsgeschwindigkeit der Bürste sowie des Materials und der Art der Bürste auf die Behandlung zu testen und diese Parameter bestmöglich abzustimmen.

„Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass die Traubenbürste die Dichtbeerigkeit erheblich reduziert und es infolgedessen zu einem deutlich geringeren Befall mit Botrytis oder Essigfäule kommt, zudem kann diese Methode auch im biologischen Anbau eingesetzt werden“, fasst Arno Schmid, Ansprechpartner für „Technik im Weinbau“, die Untersuchungsergebnisse zusammen.

„Die Traubenbürste ist ein Musterbeispiel für die Aufgaben des Versuchszentrums Laimburg: Für Probleme der Landwirtschaft entwickeln wir innovative Lösungen, um langfristig chemische Behandlungen durch biologische und mechanische Alternativen zu ersetzen“, betont Laimburg-Direktor Michael Oberhuber.

lpa/stol

stol