Dienstag, 17. Januar 2017

Land nimmt Airbnb unter die Lupe

Im B&B kein Zimmer mehr frei, das Hotel teuer. Wer trotzdem verreisen will, kann sein Glück bei Airbnb versuchen. Auf der gleichnamigen Internetseite bieten Privatpersonen Unterkünfte und Zimmer an. Privatpersonen, aber nicht nur. Das ruft nun das Land auf den Plan.

Die Angebote bei Airbnb ist vielfach günstiger als "herkömmliche" Unterkünfte. Auch, weil die Anbieter bei Nicht-Anmeldung keine Steuern und Gebühren zahlen.
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Die Angebote bei Airbnb ist vielfach günstiger als "herkömmliche" Unterkünfte. Auch, weil die Anbieter bei Nicht-Anmeldung keine Steuern und Gebühren zahlen. - Foto: © shutterstock

Wie Hans Heiss von den Grünen am Dienstag im Landtag betonte, ermögliche die Buchungsplattform Airbnbdie weltweite Buchung günstiger Privatquartiere, aber auch von Beherbergungsbetrieben. Die von Airbnb angebotene Form der Beherbergung bewege sich öfters im rechtsfreien Raum, der bei Nicht-Anmeldung der Tätigkeit auch Steuer- und Gebührenfreiheit ermögliche, meinte Heiss. Daher solle das Land wie die Schweiz mit Airbnb direkt verhandeln.

Er habe verschiedene Ämter angewiesen, unlauterem Wettbewerb auf diesen Kanälen entgegenzutreten, antwortete Landeshauptmann und Wirtschaftslandesrat Arno Kompatscher. Eine Arbeitsgruppe überprüfe derzeit verschiedene Möglichkeiten, legislative wie auch das Modell Schweiz. Über das derzeitige Ausmaß des Angebots in Südtirol gebe es keine Zahlen. Die verschiedenen Auflagen seien so schwer zu überprüfen, derzeit sei auch eine Ortstaxe nicht geschuldet.

stol

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