Dienstag, 11. Dezember 2018

Land setzt vermehrt auf emissionsfreie Fahrzeuge

Die Landesregierung hat beschlossen, beim EU-Projekt „LIFE“ mitzumachen und steckt damit die neuen Ziele in punkto emissionsfreie Mobilität bis 2025 ab. Partner des Landes sind bei diesem Projekt mit die SASA AG, Alperia AG, das Vinschger Energie Konsortium, die Stadtwerke Bruneck, die Südtiroler Transportstrukturen AG, die Eurac und die Brennerautobahn.

Möglichst viele Batterie- und Wasserstofffahrzeuge (im Bild ein wasserstoffbetriebener Bus in Bozen) hat das EU-Projekt LIFE zum Ziel.
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Möglichst viele Batterie- und Wasserstofffahrzeuge (im Bild ein wasserstoffbetriebener Bus in Bozen) hat das EU-Projekt LIFE zum Ziel. - Foto: © LPA

„Über das Projekt soll Südtirol flächendeckend mit der notwendigen Infrastruktur für Batterie- und Wasserstofffahrzeuge ausgestattet werden, sodass bis 2025 möglichst viele Fahrzeuge mit Null Emissionen unterwegs sind“, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher. 

Dabei, erklärt der Landeshauptmann, würden die beiden zukunftsweisenden Technologien für saubere und kohlenstofffreie Mobilität, nämlich Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeuge, kombiniert sowie die Wasserstofferzeugung zu wirtschaftlich konkurrenzfähigen Bedingungen gefördert. „Mit mehr Schnellladesäulen für Batterieautos und -busse und einem erweiterten Wasserstoff-Tankstellennetz sowie Pilot-Fahrzeugflotten entwickeln wir Südtirol zu einer Modellregion für nachhaltige Mobilität“, sagt Kompatscher.

Schritt in Richtung Klimaziele

„Das Projekt LIFE ist ein Schritt hin zum Erreichen der Klimaziele“, ergänzt Umwelt- und Energielandesrat Richard Theiner. Die Klima-Strategie für Südtirol sehe nämlich vor, die Kohlenstoffdioxid-Emissionen pro Kopf von 2011 bis 2050 um zwei Drittel zu vermindern, meint Theiner.

„Moderne umweltfreundliche Mobilität zu fördern, gehört zum Mobilitätskonzepts des Landes, dem die Prinzipien Verkehr vermeiden, verlagern und verbessern zugrunde liegen und zu dem es ein umfangreiches Maßnahmenpaket gibt“, unterstreicht Mobilitätslandesrat Florian Mussner. Der Mobilitätslandesrat verweist auf die bereits abgewickelten bzw. laufenden EU-Projekte, und zwar jenes mit den Test-Brennstoffzellenbussen in Bozen (CHIC) und jenes zum Einsatz von zwölf elektrischen Brennstoffzellenbussen und dem Bau von entsprechender Ladeinfrastruktur (JIVE), an denen sich das Land beteiligt.

„LIFE“-Projekt umfasst 5 Aktionsfelder

Das neue „LIFE“-Projekt greift bei der Verkehrsverbesserung. Es gibt dabei 5 Aktionsfelder. Ein Aktionsfeld ist der Einsatz von emissionsfreien Fahrzeugen im privaten Personentransport und im öffentlichen Personentransport sowie in Logistik und in Betrieben, vor allem im Tourismus. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Versorgungsstruktur. So sollen 33 Batterie-Schnelllade-Stationen im Vinschgau, in Meran, in Bozen, in Bruneck und entlang der A22 entstehen. Weiters sind fünf Wasserstofftankstellen vorgesehen, und zwar im Vinschgau, in Meran, in Bruneck und entlang der A22. Als weitere Schwerpunkte soll es Vorzeigefahrzeuge in mehreren Städten geben ebenso wie Anreize und Informationen zur Elektromobilität und schließlich auch das Sammeln und die Weitergabe von Know-how.

Um alle Maßnahmen umzusetzen, werden mit der SASA AG, der Alperia AG, der A22 Brennerautobahn AG, den Stadtwerken Bruneck, dem Vinschger Energie Konsortium (VEK), der Europäischen Akademie Eurac und der Südtiroler Transportstrukturen AG STA weitere Partner mit ins Boot geholt.

SASA als Hauptprojektträger

Das Projekt „LIFE“ wurde im Rahmen des EU-Förderprogrammes „LIFE Climate Action“ im Juli 2018 von der EU positiv bewertet. Noch innerhalb des Jahres ist der EU-Fördervertrag zu unterzeichnen. Die Landesregierung hat deshalb entschieden, die SASA AG zum Hauptprojektträger zu ernennen und sie beauftragt, die anstehenden Vertragsverhandlungen mit dem EU-Fördergeber zu führen und abzuschließen. Somit hat die Landesregierung knapp 6,9 Millionen Euro für den Projektanteil der SASA AG zweckgebunden. Investiert werden insgesamt rund 22,6 Millionen Euro. Dabei beteiligen sich Alperia, VEK, Stadtwerke Bruneck, STA, EURAC und A22 mit insgesamt 7,8 Millionen Euro. Die EU-Förderung beläuft sich auf 7,9 Millionen Euro.

stol/lpa

stol