Unsere Interaktive Grafik zeigt, welche Gemeinden bei der Verteilung der Betten ganz schön was abholen können und wo die Tourismusbetriebe trüb dreinschauen werden. Zudem sorgt eine neue Regel bei der Zuweisung für politischen Streit. <BR /><BR /> Um den Bettenstopp bei HGV und Bürgermeistern durchzubringen, hatte das Land einem Vorschuss von 7000 Betten zugestimmt. Diese dürfen die Gemeinden sofort verteilen, statt auf die sog. Bettenbörse zu warten, mit der vor Ort aufgelassene Betten umverteilt werden können. Die Absegnung der Liste mit der Zuteilung der Betten an die Gemeinden hätte in der Landesregierung eine Formsache sein sollen. Doch es kam anders: Vorerst ist alles vertagt.<BR /><BR />Erstens macht Landesrat Alfreider gegen die Aufteilung mobil. Bewusst ist diese so erstellt worden, dass jene, die viele Betten haben, nicht mehr allzu viele dazubekommen. Schlecht steigen Hochburgen wie Corvara, Wolkenstein und Sexten aus, die mit rund 30 etwa gleich viele Betten erhalten wie unterentwickelte Kleinstgemeinden wie Proveis (<b>siehe die Interaktive Grafik unten</b>). „Das kann es nicht sein. Wir sagen den Terlanern ja auch nicht, dass sie keine Reben mehr setzen dürfen, weil dort schon genug sind“, so Alfreider.<BR /><BR /> <div class="embed-box"><div class="container-wrapper-genially" style="position: relative; min-height: 400px; max-width: 100%;"><img src="https://img.genial.ly/5fd380c29270490f70f47a03/f30fb79b-ab39-43a4-b16e-6acb3b0565c8.jpeg" class="loader-genially" style="position: absolute; top: 0; right: 0; bottom: 0; left: 0; margin-top: auto; margin-right: auto; margin-bottom: auto; margin-left: auto; z-index: 1;width: 80px; height: 80px;"/><div id="63d96fda4751a90011f283df" class="genially-embed" style="margin: 0px auto; position: relative; height: auto; width: 100%;"></div></div><script>(function (d) { var js, id = "genially-embed-js", ref = d.getElementsByTagName("script")[0]; if (d.getElementById(id)) { return; } js = d.createElement("script"); js.id = id; js.async = true; js.src = "https://view.genial.ly/static/embed/embed.js"; ref.parentNode.insertBefore(js, ref); }(document));</script></div> <BR /><BR /><BR />„Dieser Vergleich ist denkbar schlecht, denn der Weinbau unterliegt mit einem Plus von maximal einem Prozent der Anbaufläche schon seit Jahren einer strengen Limitierung“, kontert Schuler. Auf die Liste hätten sich die Gemeinden geeinigt, und an dieser halte er fest.<BR /><BR />Zweitens verschärft Schuler die Spielregeln. Die 7000 Betten hätten die Gemeinden an Betriebe jedweder Art verteilen können. „Die Diskussion in der Landesregierung hat aber ergeben, dass sie nur an kleine Betriebe gehen sollen. Diese hatten von Anfang an Priorität, und das wollen wir nun genau festschreiben.“ Unter klein versteht Schuler 25 bis 40 Betten. Wo genau die Obergrenze liegt, werde nächste Woche festgelegt. Allemal heißt dies, dass große Betriebe auf Vorschüsse nicht zugreifen können und auf die Bettenbörse warten müssen.<h3> Aufschrei vom HGV</h3> Vom HGV kommt kein Aufschrei. „Die Großen sind gut aufgestellt. Wir müssen den Kleinen eine Chance geben“, sagt Präsident Pinzger. Bis März können Betriebe ihre Lizenzen richtigstellen, indem sie Betten nachmelden. „Die Rückmeldungen zeigen, dass mit den Kleinen dabei genau jene in Schwierigkeiten sind, die wir schützen wollten.“ Gründe seien unter anderen die strengen Parkplatzauflagen. Hinzu komme Generationenwechsel. Viele Kleinbetriebe könnten aber auch die teuren staatlichen Brandschutzauflagen nicht stemmen, denen sie unterliegen, wenn sie mehr als 25 Betten aufweisen.<BR /><BR /> Wahr ist freilich auch, dass diese Betriebe die Brandschutzauflagen schon vorher hätten einhalten müssen. Allein die Tatsache, dass sie nachmelden dürfen, zeigt, dass 2019 in diesen Betrieben mehr als 25 Gäste nächtigten.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />