Am Montag hat Luis Durnwalder weitere Gespräche angekündigt, "um eine schnellstmögliche Energiekostenreduzierung durchzusetzen", betonte der Landeshauptmann nach der Sitzung der Landesregierung. Die Mitarbeiter des MEMC-Werkes in Sinich sind bereits seit Monaten im Lohnausgleich. Damit der Siliziumhersteller wieder seine Produktion aufnehmen kann, muss er auf günstigen Strom zurückgreifen können. Nachdem die Schließung der Stromlücke am Brenner einige Monate in Anspruch nehmen wird, setzt sich die Landesregierung jetzt in Rom ein, damit die Regierung auf die Steuern auf die Energie für das Werk der MEMC verzichtet und so die Produktionsanlagen wieder angefahren werden können.SITE-Jobs in GefahrAuch mit Telecom-Chef Franco Bernabè hat Durnwalder Kontakt aufgenommen, um eine Lösung für die etwa 70 Mitarbeiter des Telekom-Dienstleisters SITE zu finden, die ab 31. Dezember in den Lohnausgleich müssen.„Es wäre tragisch, wenn ausgerechnet zu Weihnachten die SITE-Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren würden. Um das zu verhindern, haben wir mit der Telecom Kontakt aufgenommen, damit der Dienstvertrag mit SITE so lange aufrechterhalten wird, bis eine Lösung für die Beschäftigten gefunden ist", so Durnwalder. Die SITE ist ein Dienstleister, der für die Telekom die technischen Anlagen auf der Grundlage eines dreijährigen Vertrages instandhält. Da die SITE die Arbeiten nicht mehr zu den bisherigen Konditionen durchführen konnte, hat die Telecom den Dienst neu ausgeschrieben und einem Unternehmen aus Florenz zugeschlagen. Damit stehen etwa 70 Mitarbeiter von SITE mit dem Ende des Dienstleistungsvertrages am 31. Dezember auf der Straße bzw. in der Lohnausgleichskasse.„Wir hoffen, dass die SITE-Mitarbeiter künftig für den neuen Dienstleister arbeiten können", so Durnwalder.