Dienstag, 07. November 2017

Landeseinkommenssteuer sozial gerechter gestalten

Im Schnitt entfällt auf die Südtiroler, die den Regionalen IRPEF-Zuschlag zahlen, jährlich 230 € an „Landes-Einkommenssteuer“. „Mit dem Handlungsspielraum bei der Festlegung von No-Tax Area und Steuersatz könnte Südtirol niedrige Einkommen entlasten und höhere Einkommen stärker fordern, so dass dieser Beitrag zum Landehaushalt insgesamt sozial gerechter und mehr Kaufkraft für Familien freigesetzt wird“, schlägt AFI-Präsidentin Christine Pichler vor.

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Foto: © shutterstock

1998 in Italien eingeführt, ist die „Addizionale regionale IRPEF“ ein regionaler Aufschlag auf die staatliche Einkommenssteuer – eine „Landes-Einkommenssteuer“ also. Jede Region oder Autonome Provinz kann die Höhe dieser Steuer innerhalb des staatlichen Rahmens selber festsetzen. Die Steuererträge aus dem regionalen Aufschlag fließen in den Landeshaushalt.

Mit der Steuererklärung 2016 haben rund 140.000 Südtiroler die Landeseinkommenssteuer bezahlt und so dem Land Südtirol zusätzliche Steuereinnahmen von fast 32 Millionen Euro gebracht.

Südtirol hat mit 1,23% einen geringen Hebesatz bei der Landes-Einkommenssteuer und hat seit 2016 die “no-tax-area”-Einkommen bis 28.000 € im Jahr steuerfrei gemacht. Dank der “no-tax-area” sparte sich jeder Südtiroler Steuerzahler im Schnitt jährlich 344 € an Landeseinkommenssteuer.

Da die Autonome Provinz Bozen Handlungsspielraum in der Festsetzung des regionalen IRPEF-Aufschlages hat, "könnte der heute einheitliche Hebesatz von 1,23% für die höheren Einkommen progressiv ausgestaltet werden, so wie das heute schon 12 andere Regionen (von gesamt 21) machen. Das würde einen bestimmten Steuerertrag für die öffentlichen Haushalte gewährleisten und gleichzeitig für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen", so das Arbeitsförderungsinstitut.

stol

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