Dienstag, 20. September 2016

Landesregierung lehnt Einkaufszentrum in Bozen Süd ab

Die Aspiag plant ein Einkaufszentrum in der Bozner Industriezone. Die Landesregierung hat diesen Plänen nun einen Dämpfer erteilt. Sie leitete die Annullierung der Baukonzession ein.

Im Bild der Standort des geplanten Aspiag-Einkaufszentrums in Bozen Süd.
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Im Bild der Standort des geplanten Aspiag-Einkaufszentrums in Bozen Süd.

Die Aspiag betreibt sämtliche Spar-, Eurospar- und Interspar-Geschäfte im Land. Seit geraumer Zeit plant der Lebensmittelkonzern ein Einkaufszentrum in der Buozzi-Straße in Bozen Süd zu errichten. „Wir könnten das größte Einkaufszentrums Italiens entrichten“, sagte Diego Andolfato, Aspiag-Manager, vor einiger Zeit in einem Gespräch mit den „Dolomiten“.

Landesregierung leitet Annullierung der Baukonzession ein

Nun allerdings scheint dieser Plan in die Ferne gerückt: Die Landesregierung leitete in ihrer Sitzung am Dienstag die Annullierung der Baukonzession für das Einkaufszentrum ein.

Die Baukonzession für den Konsumtempel mit rund 30.000 Quadratmetern Detailhandelsfläche hatte einst der Bozner Kommissär Michele Penta – in seiner Dreifach-Funktion als Bozner Bürgermeister, Stadtrat und Gemeinderat – erteilt. Eine Detailhandelsfläche von rund 30.000 Quadratmetern war geplant gewesen.

Twenty und Centrum zogen vor Gericht – und unterlagen

Den unmittelbaren „Anrainern“ – und Konkurrenten – passte der Zug des Kommissärs nicht: Die Einkaufscenter Twenty und Centrum strengten eine Aussetzung der Baukonzession vor dem Verwaltungsgericht an.

Doch im Juli erteilte das Verwaltungsgericht den beiden Unternehmen eine Absage. Aspiag konnte mit seinen Bauarbeiten für das Einkaufszentrum weitermachen. Bis heute.

Der hds ist zufrieden

Die Landesregierung nahm mit ihrer Entscheidung vom Dienstag den Rekurs des Handels- und Dienstleistungsverbandes hds an. hds-Präsident Walter Amort sieht den Beschluss als „Konsequenz der geltenden Bestimmungen in der Südtiroler Raumordnung“. Dass die Penta-Konzession nicht rechtens sei und daher annulliert werden müsse, hätten sowohl die zuständige Raumordnungskommission, das Rechtsamt des Landes und nun eben auch die Landesregierung eindeutig bestätigt. 

stol

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