Dienstag, 21. März 2017

Landesregierung zieht gegen SAD vor Gericht

Beim Land kann man sich eine gewisse Häme nicht verkneifen. Gerade die SAD, deren Eigner Ingemar Gatterer Landeshauptmann Arno Kompatscher „autonomiepolitische Rückschritte“ vorgeworfen hatte, hat es bei Stellenausschreibungen mit dem Proporz nicht so genau genommen. Am Dienstag zog die Landesregierung dagegen vor Gericht.

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Foto: © STOL

Stein des Anstoßes sind, so schreibt das Tagblatt „Dolomiten“, 2 Anfang März von der SAD publizierte Stellenausschreibungen für Zugbegleiter mit Dienstsitz in Innichen und Lokführer mit Dienstsitz in Mals. Zumal keine Stellenvorbehalte für die deutsche bzw. italienische Sprachgruppe angeführt werden, werde mit dem Proporz eines der Standbeine der Autonomie nicht korrekt eingehalten.

Anders als vorgeschrieben, habe es die SAD auch nicht für nötig befunden, das Einvernehmenskomitee Staat-Land mit der Stellenausschreibung zu befassen.

„Das kannten wir sonst nur von staatlichen Stellen wie Ordnungshüter oder Post“, heißt es beim Land. Für einen Südtiroler Konzessionär sei dies aber ein Novum. Mit der alten SAD-Führung habe es diese Probleme nie gegeben. Allemal zieht die Landesregierung gegen diese Personal-Maßnahmen vor Gericht.

Hinter vorgehaltener Hand kann man sich beim Land eine gewisse Häme nicht verkneifen. Immerhin hatte SAD-Chef Gatterer dem Landeshauptmann anlässlich des Dienstvertrages für die Vinschgerbahn „Rückschritte in autonomiepolitischer Hinsicht“ vorgeworfen, die „unter Magnago und Durnwalder undenkbar gewesen“ wären.

bv

stol