Dienstag, 26. Juni 2018

Landesschutzhütten bereit für die Sommersaison

Der Sommer hat begonnen und somit auch die hochalpine Wandersaison. In Südtirols Bergen haben im Juni – abhängig von ihrer Lage – die meisten der insgesamt 90 Schutzhütten ihren Betrieb aufgenommen. Auch die 26 landeseigenen Schutzhütten sind in die neue Sommersaison gestartet, von der Chemnitzer Hütte über die 2017 neue errichtete Edelrauthütte bis hin zur neuen Hütte am Schwarzenstein, die am 30. Juni ihren Betrieb aufnimmt und voraussichtlich am 21. Juli offiziell eröffnet wird.

Die Schutzhütten des Landes sind zum Großteil bereits in die neue Sommersaison gestartet. - Fotokollage: LPA
Badge Local
Die Schutzhütten des Landes sind zum Großteil bereits in die neue Sommersaison gestartet. - Fotokollage: LPA

1999 hatte der Staat die Übertragung der Schutzhütten an das Land Südtirol besiegelt. Die Hütten waren zum Teil in keinem guten baulichen Zustand, auch galt es die Führungskonzessionen und Pachtverträge zu übernehmen und zu erneuern.

95 Prozent der Hütten über Satellit an Internet angebunden

„Wir haben 2014 mit dem Aufbau eines Investitionsprogrammes begonnen und jährlich 550.000 Euro für Instandhaltungsarbeiten bereitgestellt. Mittlerweile ist es gelungen, 95 Prozent unserer Schutzhütten über Satellit an das Internet anzubinden. Zudem haben wir einen technischen Bereitschaftsdienst eingerichtet, um die Hüttenpächter zu unterstützen“, berichtete Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Investitionen von 10 Millionen Euro bis 20121 geplant

Mit einem umfassenden Maßnahmenprogramm und insgesamt zehn Millionen Euro wolle man bis zum Jahr 2021 alle dringenden Arbeiten finanzieren. Dabei richtet sich die Landesabteilung Vermögen nach drei Prioritäten, die von einer paritätischen Kommission vorgegeben wurden, in der die alpinen Vereine AVS und CAI zusammenarbeiten.

Bauen im hochalpinen Raum nicht einfach

„Allerdings ist das Bauen im hochalpinen Raum kein leichtes Unterfangen, besonders nicht für eine öffentliche Verwaltung, die an spezielle Verwaltungsverfahren gebunden ist“, sagte der Landeshauptmann zu bedenken. Da im Hochgebirge nur wenige Monate lang gebaut werden könne, müssten die Verwaltungsverfahren darauf abgestimmt werden, was nicht immer einfach sei.

Derzeit sind die Baukonzessionen für die Arbeiten mit höchstem Vorrang in und an der Müllerhütte, dem Becherhaus, der Teplitzerhütte, der Lenkjöchlhütte, der Zsigmondyhütte, der Langkofelhütt, der Zufall-, der Schaubach- und der Zwickauerhütte in Vorbereitung. Im kommenden Jahr soll dann die Prioritätenliste 2 folgen.

„Charakter der Schutzhütten beibehalten“

„Was uns aber besonders freut, ist, dass wir nach der Edelrauthütte im vergangenen Jahr auch heuer eine neu erbaute landeseigene Schutzhütte in Betrieb nehmen können.

Die neue Hütte am Schwarzenstein beginnt am 30. Juni ihre erste Sommersaison, im Bild die Arbeiten. - Foto: LPA

Die neue Hütte am Schwarzenstein, auch aus architektonischer Sicht ein Schmuckstück, wird am 21. Juli (bei schlechtem Wetter eine Woche später) ihrer Bestimmung übergeben“, so der Landeshauptmann. Wert lege das Land darauf, dass die Hütten ihren Charakter als Schutzhütten beibehalten und nicht zu Gaststätten umfunktioniert werden. 

Becherhaus: „So schneefrei wie selten Ende Juni“

Auch die höchstgelegene Schutzhütte Südtirols, das Becherhaus, auf 3.195 Metern, hat seine Tore bereits geöffnet.

Wie auf der Facebookseite der legendären Schutzhütte mitgeteilt wird, hat sich das Becherhaus Ende Juni selten so schneefrei präsentiert wie dieses Jahr. Alle Wege zur Hütte seien gut begehbar.

lpa/stol/vs

stol