Mittwoch, 07. August 2019

Landwirtschaft: Bauernverbände mit Dorfmann im Gespräch

Die europäische Agrarpolitik, internationale Handelsabkommen, der Klimawandel und die Almwirtschaft waren nur einige der Themen, die Vertreter verschiedener Bauernverbände und der Agrarpolitik auf der traditionellen Europawanderung heuer in der Almenregion Gitschberg Jochtal besprochen haben.

 EU-Abgeordneten Herbert Dorfmann tauschte auf der traditionellen Europawanderung sich mit Vertretern aus den Landwirtschaft aus. - Foto: Ansa
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EU-Abgeordneten Herbert Dorfmann tauschte auf der traditionellen Europawanderung sich mit Vertretern aus den Landwirtschaft aus. - Foto: Ansa

Bereits seit vielen Jahren treffen sich auf Einladung des Südtiroler Bauernbundes und des EU-Abgeordneten Herbert Dorfmann die Spitzen bäuerlicher Organisationen aus den Bundesländern Tirol, Salzburg und Vorarlberg und Bayern sowie Agrarpolitiker zu einem Agrargipfel, bei dem es um aktuelle Herausforderungen der Landwirtschaft geht.

Ein Thema heuer war die Europäische Union nach den EU-Wahlen. „Wir brauchen mehr denn je ein starkes Europa, um den großen Herausforderungen wie dem Klimawandel zu begegnen und ein Gegengewicht zu den übrigen Weltmächten zu bilden", sagte der ehemalige EU-Agrarkommissar Franz Fischler. Auch für die Landwirtschaft selbst sei ein geeintes und starkes Europa wichtig.

Der Klimawandel war ein weiteres zentrales Thema, das die Agrarvertreter beschäftigte. „Die Landwirtschaft wird grüner werden. Die Bäuerinnen und Bauern sind ein Teil der Lösung", sagte der Präsident des Europäischen Bauernverbandes COPA und des deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied.

Diskutiert wurden auf der Europawanderung auch die EU-Agrarpolitik und das zukünftige Agrarbudget. „Wir hoffen, dass noch heuer eine Entscheidung fällt. Die neue Agrarpolitik muss einen gesellschaftlichen Konsens finden und gleichzeitig die Bauern arbeiten lassen", stellte Joachim Rukwied klar. Für den EU-Abgeordneten Herbert Dorfmann hänge die Frage des zukünftigen EU-Agrarbudgets maßgeblich von den Nationalstaaten ab. „Wenn das EU-Budget insgesamt gekürzt werden sollte, wird auch das Agrarbudget sinken", war Dorfmann überzeugt. Daher müsse auf die Nationalstaaten Druck ausgeübt werden, das Budget wie bisher zu belassen, so der Südtiroler Bauernbund in einer Aussendung.

ansa

stol