In den 600 Tagen von November 2012 bis Dienstag gingen unter der Regierung Monti 60 Millionen Unternehmen verloren, der Steuerdruck sei höher als je zuvor, die Perspektiven der Auftragslage weiterhin düster. So beschrieb der LVH das aktuelle Bild der wirtschaftlichen Situation in Italien am Dienstag in einer Aussendung.„Und dennoch bemühen sich Italiens Betriebe, nicht Opfer der Rezession zu werden“, betonte Confartigianato-Präsident Giorgio Merletti im Rahmen der Jahresversammlung, zu der auch eine Delegation aus Südtirol gereist ist.Nun müsse die Politik aber wieder Verantwortung übernehmen: Verantwortung für realistische Gesetze, für neue Arbeitsplätze besonders für die Jugend und für das (Über-) Leben der zahlreichen Kleinbetriebe und deren Familien. Live-Berichte von italienischen Unternehmern schilderten die drastischen Schwierigkeiten, mit denen der Großteil der Handwerker kämpft.Eines der größten Probleme seien die derzeitigen Zahlungsfristen, nicht nur vonseiten der öffentlichen Hand, sondern auch von den privaten Auftraggebern und den Großunternehmen. „Gerichtliche Ausgleichsverfahren zur Rettung von Großkonzernen können und dürfen nicht auf Kosten der Kleinen gestattet werden“, kritisierte Merletti.Diese fast schon „korrupte zweite Chance“ für Unternehmen in Schwierigkeiten würde skrupellos ausgenutzt zum Schaden des gesamten Wirtschaftssystems. Merletti forderte eine umgehende alternative Lösung im Sinne von Italiens Kleinbetrieben.Nur durch die Eliminierung von zusätzlichen Kosten und Belastungen des Arbeitsmarktes, die Vereinfachung der Beschäftigungsbestimmungen und eine Abänderung des Jugendschutzgesetzes werde das Handwerk in Italien Zukunft haben.“Bürokratiemonster, Liquiditätsprobleme aufgrund des schwierigen Zugangs zu Krediten und ein zum Teil sinnloser Gesetzesdschungel setzen den Kleinbetrieben italienweit schwer zu“, erklärte auch LVH-Präsident Gert Lanz, „wir schließen uns der Forderung von Merletti an die Politik an: Macht keine neuen Gesetze, sondern setzt euch dafür ein, dass die bereits bestehenden, funktionieren.“ In Rom waren LVH-Präsident Gert Lanz, LVH-Vizepräsident Martin Haller, LVH-Direktor Thomas Pardeller, LVH-Vizedirektor Walter Pöhl, Ehrenpräsident Herbert Fritz sowie die LVH-Funktionäre Bruno Covi, Kurt Egger, Johann Erlacher, Heidi Felderer, Eberhard Hofer, Norbert Insam, Erhard Joos, Ronnie Mittermair, Mathias Piazzi, Horst Pichler und Martin Plattner.Ebenso anwesend waren die Südtiroler Kammerabgeordneten Florian Kronbichler und Albrecht Plangger sowie Senator Hans Berger.stol