Donnerstag, 28. Dezember 2017

Lauda aus dem Rennen um Niki-Übernahme

Niki Lauda bekommt die von ihm gegründete und mittlerweile insolvente Air-Berlin-Tochter Niki nicht zurück. „Ich bin nicht mehr im Rennen”, sagte Lauda der „Presse”. Gegenüber der APA äußerte Lauda die Befürchtung, dass ein Konkurs der Airline nun wohl nicht mehr abwendbar ist. Im Rennen um die Airline ist laut Insolvenzverwalter Lucas Flöther nur noch ein Bieter.

Niki Lauda gibt sich geschlagen. - Foto: APA (Archiv/dpa)
Niki Lauda gibt sich geschlagen. - Foto: APA (Archiv/dpa)

In den nächsten Tagen solle der endgültige Kaufvertrag stehen. Namen nannte Flöther unter Verweis auf die zugesicherte Vertraulichkeit weiter nicht.

Er habe alleine ein Angebot für Niki unterbreitet, sagte der einstige Rennfahrer und Flugunternehmer. Thomas Cook habe für den Rest geboten. Er sei nicht mehr im Rennen; „das wurde uns gerade schriftlich mitgeteilt”, sagte Lauda zur APA. Mehr könne er dazu derzeit nicht sagen. In dem Schreiben sei keine Begründung angeführt worden.

”Ich wollte Niki und die Jobs in Österreich erhalten”, bedauerte Lauda. Wenn nun ans Ausland verkauft werde, seiner Vermutung nach in Richtung (Billigflieger, Anm.) Vueling, dann sei dies die komplette Zerschlagung der Niki. „Dann haben wir in Österreich keine zweite Airline mehr.”

Ein Konkurs über Niki sei nun nicht mehr abwendbar, glaubt Lauda. Die Fluglizenz (AOC) sei nur bis 3. Jänner verlängert worden.

Auf spanischen Branchenplattformen war in den vergangenen Tagen der britisch-spanische Konzern IAG, zu dem neben British Airways und Iberia auch der Billigflieger Vueling gehört, als Favorit für Niki gehandelt worden.

apa

stol