Mittwoch, 08. Mai 2019

Lauda setzt Flugpassagiere angeblich auseinander

Die Ryanair-Tochter Lauda setzt Passagiere, die nicht reservieren, auseinander. Die Billigfluglinie erhoffe sich so zusätzliche Einnahmen, berichtete am Mittwoch „AviationNetOnline”. Lauda erklärte demnach, die Plätze nach dem „Zufallsprinzip” zu vergeben. Eine Sitzplatz-Reservierung kostet vier Euro pro Passagier und Flug. Für Familien besteht laut Geschäftsbedingungen eine Reservierungspflicht.

Fluglinie Lauda versetzt Passagiere mit Absicht. - Foto: APA
Fluglinie Lauda versetzt Passagiere mit Absicht. - Foto: APA

„Die Sitzreservierung wird obligatorisch für wenigstens einen Erwachsenen um ein Sitz kostenfrei fuer ein Kind zu bekommen”, heißt es derzeit in den Allgemeinen Beförderungsbedingungen (ABB) der Laudamotion GmbH. Bei großer Nachfrage, etwa in den Sommermonaten, können die Reservierungsgebühren von vier auf bis zu 15 Euro steigen und auch für Kinder verlangt werden, geht aus den ABB hervor.

Die Beförderungsbedingungen sind in äußerst holprigem Deutsch verfasst und zum Teil widersprüchlich. So heißt es im Punkt „Familienbuchungen - Reservierte Sitzplätze wörtlich: „Die Erwachsene,die Sitzplaetze kaufen bekommen den Preis von 4 euro.Man hat die Wahl die Standartplaetze, die Reihe 18 bis 33. Diese Sitzplätze werden kostenlos sein.”

Gegenüber „AviationNetOnline” erklärte eine Lauda-Pressesprecherin: „Kunden, die keinen Sitzplatz erwerben möchten, erhalten automatisch nach dem Zufallsprinzip beim Online Check-in einen freien Platz.” Das deckt sich mit den Angaben in den ABB, wo es heißt: „Wenn Sie keinen bevorzugten Sitzplatz auswählen und erwerben möchten dann können Sie zwischen 2 Tagen und 2 Stunden vor jedem gebuchten Flug Online einchecken und Ihnen wird zufällig einen Sitzplatz kostenlos vergeben.” Gegenüber der APA war die Lauda-Pressestelle am Mittwochvormittag nicht erreichbar.

apa

stol