Nach dem Einverständnis der europäischen Wettbewerbsbehörde im vergangenen Monat wurde die Übernahme der Laudamotion nun vollzogen, sagte Gruber in der Pressekonferenz. Mit Europas größtem Billigflieger Ryanair wolle man Laudamotion zur größten österreichischen Billigfluglinie machen. Dabei werde Laudamotion weiterhin als „eigenständige österreichische Airline“ geführt, sagte Gruber, „Wir werden keine zweite Ryanair.“Über Niki Laudas Minderheitsanteil von 25 Prozent an Laudamotion gebe es derzeit keine Gespräche, sagte O'Leary. Der Ryanair-Chef bestätigte aber, dass Lauda seine Sperrminorität in 3 Jahren an Ryanair verkaufen kann, zudem könne auch Ryanair die Option ziehen. „Es gibt eine Put- und eine Call-Option“, so O'Leary. „Wir hoffen, er wird weiterhin die restlichen 25 Prozent an Laudamotion halten.“ O'Leary wünschte Lauda eine baldige und vollständige Genesung nach dessen Lungentransplantation, damit dieser selbst über seinen Anteil entscheiden kann. Nähere Informationen, wie es dem Ex-Formel-1-Star nach der heiklen Operation geht, gibt es nicht. „Ich habe mit ihm gesprochen, aber ich hoffe, Sie haben Verständnis, dass ich seinen Gesundheitszustand nicht kommentiere. Das ist Angelegenheit der Familie“, sagte Laudas Co-Geschäftsführer Gruber.Neuer Look für die FlugzeugeDie neuen Flugzeuge werden bereits mit einer neuen Bemalung geliefert. Das unter Rainhard Fendrichs „I am from Austria“ vorgestellte rot-weiße Lackierungsdesign spiegle die „österreichische Identität“ wieder, so Gruber. Statt den Air-Berlin-Logos prangt künftig der fett geschriebene Schriftzug „Lauda“ an den Jets. „Wir sind sehr froh, den Namen unseres Gründers in die Welt zu tragen“, sagte Gruber. Von der Vorgängerairline Niki will sich Laudamotion in Zukunft auch durch neue Uniformen unterscheiden.Mit der Aufstockung der Flugzeug-Flotte werde die Passagieranzahl von den für 2018 prognostizierten 3 Millionen auf fünf Millionen 2019 steigen, sagte Gruber. Das sorge auch für einen Bedarf an 100 neuen Piloten und 200 Flugbegleitern. 2020 plant Laudamotion mit 30 Airbussen und 6,2 Millionen Passagieren.apa