Dienstag, 31. Mai 2016

Lauer Wintertourismus 2015/16? Von wegen!

Der ausbleibende Schneefall in den ersten Monaten der vergangenen Wintersaison bereitete vor allem den Südtiroler Gastwirten und den Touristikern einige Sorgen. Unbegründet, wie sich nun herausstellt.

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Wie die aktuelle Erhebung des Landesinstituts für Statistik Astat am Dienstag zeigt, ist die Zahl der Gästeankünfte im Winterhalbjahr 2015/16 sogar um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insgesamt wurden von November bis April 2,7 Millionen Gäste verzeichnet.

"Erneut ein Nächtigungsrekord"

Ebenfalls gestiegen ist laut Studie die Zahl der Übernachtungen: Sie erreicht 11,7 Millionen und liegt somit rund 12 Prozent höher als noch im Vorjahr. Einziger Monat, in dem Rückgänge verbucht wurden, sei der April, so die Experten des Astat. "Der Winter 2015/16 brachte somit insgesamt einen erneuten Nächtigungsrekord."

Die stärksten Zunahmen bei den Übernachtungen wurden in den Monaten November (+37,8 Prozent) und März (+35,8 Prozent) registriert, "genau jene Monate, in denen im Vorjahreszeitraum erhebliche Rückgänge verbucht wurden", stellen die Experten gegenüber.

3-Sterne-Betriebe weiterhin sehr beliebt

Wie bereits in den Vorjahren sind auch in dieser Wintersaison die meisten Gäste in 3-Sterne-Betrieben untergekommen (35,9 Prozent). Einen starken Anstieg an Übernachtungen haben die 5-Sterne-Betriebe verzeichnet (+48,2 Prozent). 

Beachtlich sei auch der Zustrom bei den Betrieben mit Urlaub auf dem Bauernhof, die mit rund 60.000 Übernachtungen mehr eine Zunahme von knapp 9 Prozent im Vergleich zur vorangegangenen Wintersaison verbuchen.

Wolkenstein auf Platz 1 bei Nächtigungen

Die durchschnittliche Bettenauslastung im Winter 2015/16 beträgt 35 Prozent. "Die höchste prozentuelle Auslastung weisen die Tourismusverbände Gröden mit 44,8 Prozent, Alta Badia mit 41,8 Prozent und Kronplatz mit 38,2 Prozent auf", so die Experten. Gröden und Alta Badia verzeichnen mit 5,5 Tagen auch die längste durchschnittliche Aufenthaltsdauer.

Die Tourismusgemeinden mit den meisten Nächtigungen sind Wolkenstein, Kastelruth, Abtei, Corvara und Ahrntal. 

Weniger Russen, mehr Italiener

Maßgeblich für die positive Entwicklung der Wintersaison 2015/16 war die Zunahme an Gästen aus Italien (+8,5 Prozent) und Deutschland (+4,8 Prozent). Ebenfalls gestiegen ist die Anzahl der Nächtigungsgäste aus Österreich (+6,9 Prozent), der Schweiz mit Liechtenstein (+9,6 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (+16,9 Prozent).

Deutliche Rückgänge hingegen gab es bei den Gästen aus Russland (-18 Prozent), die sich jedoch mit durchschnittlich 6,7 Tagen am längsten in Südtirol aufhalten.

stol/liz

stol