<h3> Die richtige Temperatur</h3><BR />Gekühlte, tiefgekühlte und leicht verderbliche Lebensmittel wie frischen Fisch legt man erst am Ende des Einkaufs in den Einkaufswagen, transportiert sie idealerweise in einer Isoliertasche nach Hause und räumt sie dort so rasch als möglich in den Kühl- bzw. Gefrierschrank.<BR /><BR />Auch für viele Obst- und Gemüsearten ist der Kühlschrank optimal. Ausnahmen sind Südfrüchte im Ganzen wie Banane, Mango, Avocado oder Melone, sie verlieren durch die Kälte an Aroma. Aubergine, Tomate, Gurke, Paprika, Zucchini, Kartoffel, Zwiebel und Knoblauch sind ebenfalls kälteempfindlich. Sie alle fühlen sich bei Keller- oder Zimmertemperatur wohler. <h3> Die optimale „Lagergemeinschaft“</h3><BR />„Doch nicht nur die Temperatur, auch die Nachbarschaft sollte passen“, erklärt Silke Raffeiner, die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Südtirol, mit einem Augenzwinkern. <BR /><BR />Klimakterische Früchte – dazu gehören unter anderen Äpfel, Birnen und Marillen – verströmen das Reifegas Ethylen und beschleunigen die Reifung von Bananen und anderen ethylenempfindlichen Früchten in der Nähe. Will man das verhindern, lagert man die verschiedenen Früchte räumlich getrennt.<BR /><BR />Sehr reife Früchte, Beeren und Tomaten bekommen leicht Druckstellen, was den Verderb begünstigt. Im Einkaufskorb und in der Obstschale sollten sie daher immer oben liegen.<BR /><BR />Manche Früchte haben eine natürliche Schutzschicht gegen Austrocknung. Um die wertvolle Schicht nicht vorzeitig zu entfernen, sollte man die Früchte erst direkt vor dem Verzehr waschen.<BR /><h3> Weitere Tipps für die Vorratshaltung:</h3><BR />Das Grün von Radieschen, Bundkarotten und roten Rohnen entzieht den Knollen Flüssigkeit. Um das zu verhindern, entfernt man die Blätter. Sofern es frisch ist, kann man das Grün für Salate oder ein grünes Pesto verwenden.<BR /><BR />Die Stiele frischer Kräuter dagegen gibt man wie einen Blumenstrauß in ein Glas mit Wasser und wechselt das Wasser regelmäßig.<BR /><BR />Kartoffeln mögen es kühl, dunkel und trocken. Wer über keinen Keller verfügt, sollte jedenfalls für Lichtschutz sorgen und die Kartoffeln in einem luftigen, abgedeckten Karton aufbewahren. <BR /><BR />Zwiebeln und Knoblauch brauchen es trocken und luftig. Keinesfalls sollte man sie in luftdichten Behältern oder Tüten lagern.<h3>Nicht alles gehört in Plastikbeutel:</h3><BR />Wasser- und luftdichte Kunststoffbeutel und -folien fördern zudem das „Schwitzen“ von Früchten und Gemüsen und begünstigen das Wachstum von Schimmel, da das Kondenswasser nicht entweichen kann. <BR /><BR />Besser als Plastikmaterialien eignen sich feuchte Küchenhandtücher, Papiertüten oder Küchenpapier, um Salatköpfe, Gemüse und Früchte im Kühlschrank einzuwickeln. Auch Champignons und andere Speisepilze sollten immer „atmen“ können.<BR /><BR />Sogar Käse ist in einer „atmungsaktiven“ Verpackung länger haltbar. Ideal sind eine luftdurchlässige Käsedose, wieder verwendbare Bienenwachstücher oder Wachspapier.<BR /><BR />Gute Brotdosen lassen ebenfalls die Luft zirkulieren und verhindern dadurch, dass Brot vorzeitig schimmelt. Besonders geeignet sind Gefäße aus Ton, welche die Feuchtigkeit regulieren.<BR /><BR />Für alle trockenen und länger haltbaren Lebensmittel, die keiner Kühlung bedürfen, ist eine kühle, trockene, dunkle und gut belüftete (Speise-)Kammer der Ort der Wahl. <BR /><BR />Flüssige Lebensmittel wie Soßen und Getränke gehören nach dem Öffnen in den Kühlschrank und bald verbraucht. <BR /><BR />Angebrochene trockene Lebensmittel wie Mehl, Müsli oder Reis füllt man in gut verschließbare Lebensmittelbehälter, um sie vor Lebensmittelmotten und anderen Schädlingen zu schützen.