Spielwaren gehören nämlich zu jenen Produktarten, die mit Engpässen zu kämpfen haben, wie s+ von heimischen Händlern erfahren hat. <BR /><BR />Zu allererst gibt Paul Graus, Inhaber der Spielwarenkette Pfiff Toys, Entwarnung: „Niemand muss Angst haben, kein Geschenk für Weihnachten bei uns zu bekommen. Aber je länger man zuwartet, desto unwahrscheinlicher wird es, das Geschenk der Wahl noch im Regal zu finden.“ <BR /><BR />Jetzt noch etwas nachzubekommen sei nämlich nicht mehr möglich. Bei beliebtem Spielzeug könnte den Händlern der Nachschub ausgehen. Insgesamt muss man heuer also etwas mehr Flexibilität mitbringen, weil Produktengpässe überall mehr oder weniger stark spürbar sind – und das trifft auf Schenkende und Beschenkte gleichermaßen zu. <BR /><BR /><b>Hohe Nachfrage, kaum Nachschub</b><BR /><BR />Laut einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts in Deutschland, die sich von der Grundtendenz auch auf den hiesigen Handel übertragen lässt, gehört der Spielwarensektor zu den Branchen, die am stärksten von Lieferengpässen im Weihnachtsgeschäft betroffen sind. <BR /><BR />Die Hintergründe sind vielfältig: „Eine höhere Nachfrage trifft auf eine Rohstoffknappheit in einigen Bereichen und begrenzte Transportkapazitäten“, so Graus. <BR /><BR /><embed id="dtext86-51920355_quote" /><BR /><BR />Die höhere Nachfrage hänge laut seinen Aussagen mit der Coronapandemie zusammen: „Nicht nur Kinder, sondern vermehrt auch Erwachsene haben in den Lockdowns das Spielen für sich entdeckt. Besonders beliebt sind seither Brettspiele und Puzzles, aber die höhere Lust am gemeinsamen Spielen lässt sich quer durchs Sortiment beobachten“, sagt er. <BR /><BR />Was die Lage bei den Rohstoffen betrifft, sei es so, dass Materialien insgesamt knapper geworden und schwerer zu beschaffen seien: „Granulat für Kunststofffiguren, Chips für Elektrospielzeug, Papierwaren für Brettspiele. Was den Transport betrifft, sehen wir, dass die Preise für Container aus Asien um rund das Zehnfache angestiegen sind.“ <BR /><BR />Mit deutlichen Preissteigerungen müssten Kunden im laufenden Weihnachtsgeschäft dennoch nicht rechnen, beruhigt er. Der Grund hierfür sei, dass sich die schwierige Lage schon seit Längerem abgezeichnet habe. Viele Händler hätten ihre Lager also mit Blick auf diese Ausnahmesituation frühzeitig mit Spielwaren gefüllt. „Normalerweise bestellen wir die Ware rund 3 Monate vor Weihnachten, heuer waren es 6 Monate.“<BR /><BR /><b>„Preislisten wurden häufiger angepasst“</b><BR /><BR />Dass in diesem Jahr einiges anders ist, bestätigt auch Peter Gutweniger vom Spielwarengeschäft Gutweniger in Bozen: „Wir mussten sehr viel weiter vorausplanen – und das in einem alles andere als planungssicheren Umfeld für die gesamte Wirtschaft.“ <BR /><BR />Was Gutweniger auch bemerkt habe, sei, dass die Preislisten im Laufe des Jahres bei einigen Herstellern, zum Beispiel von Holzspielwaren, deutlich häufiger als sonst angepasst worden seien. Noch würden sich die Preissteigerungen jedoch nur bei einigen Prozentpunkten bewegen, so Gutweniger. <BR /><BR /><embed id="dtext86-51920561_quote" /><BR /><BR />Was die Verfügbarkeit von Spielwaren im Weihnachtsgeschäft betrifft, unterstreicht auch er, dass niemand leer ausgehen wird müssen: „Es ist noch genügend da. Problematisch kann es dann werden, wenn jemand ein ganz bestimmtes Produkt, zum Beispiel ein Modellauto mit einer gewissen Seriennummer, sucht.“ <BR /><BR />Der abschließende Rat des Fachverkäufers: „Schnell zugreifen, wenn es ein ganz spezifischer Artikel sein soll, ansonsten wird man mit einer Alternative Vorlieb nehmen müssen. Wenn wir ihn jetzt nachbestellen würden, würde er entweder erst in einigen Wochen oder Monaten geliefert werden oder aber gar nicht mehr.“ <BR />